Paul-Koettig-Preis an Frank Lenk vergeben

10. Oktober 2013 | Themenbereich: Bund Deutscher Kriminalbeamter, Interessenvertretungen, Sachsen | Drucken

Der Landesverband Sachsen des BDK hat am 8. Oktober 2013 in Dresden erstmals seinen Paul-Koettig-Preis für herausragende kriminalistische oder kriminaltechnische Leistungen vergeben.

Preisträger des Jahres 2013 ist Kriminalhauptmeister Frank Lenk, Brandursachenermittler in der Kriminalpolizeiinspektion der Polizeidirektion Zwickau.

An der Preisverleihung nahmen LKA-Präsident Dr. Jörg Michaelis, Dresdens Polizeipräsident Dieter Kroll, PVA-Leiter Polizeipräsident Dieter Hanitsch sowie die Kripo-Chefs der Polizeidirektionen Dresden, Görlitz, Leipzig und Zwickau teil.

Landesvorsitzender Uwe Baumert würdigte in seiner Laudatio den Preisträger mit folgenden Worten: „Frank Lenk erhält den Preis aufgrund seiner besonderen Leistungen bei der Entwicklung der Brandursachenermittlung im Freistaat Sachsen, seinen Beitrag bei der Entwicklung eines Spezialfahrzeuges für die Brandursachenermittlung, seinen Beitrag bei der Entwicklung der Ausstattung und Arbeitsschutzausrüstung für alle Brandursachenermittler der sächsischen Polizei und nicht zuletzt für seine hervorragende kriminaltechnische Arbeit bei der Untersuchung des Brandobjektes ‚Frühlingsstraße 26 in Zwickau‘.“

Der Paul-Koettig-Preis Preis wird an eine Persönlichkeit oder Gruppe von Persönlichkeiten verliehen, die mit ihrer Leistung Maßstäbe auf dem Gebiet der Kriminalitätsbekämpfung gesetzt haben. Sie sollten Kriminal- bzw. Polizeibeamte, Staatsanwälte, Rechtsmediziner, Mitarbeiter von Polizeidienststellen und Einrichtungen für den Polizeivollzugsdienst oder Bildungseinrichtungen des Freistaates Sachsen sein. Der Preis soll ausdrücklich nicht an Politiker, Minister, Behördenleiter, Abgeordnete, Gewerkschaftsfunktionäre, Journalisten usw. verliehen werden.

Der Preis besteht aus einer Urkunde und einem Ehrenpreis. Der Ehrenpreis ist eine Medaille aus Böttgersteinzeug der Porzellanmanufaktur Meißen.

Vorschlagsberechtigt bei der Auswahl des Preisträgers ist jedes Mitglied des BDK-Landesverbandes Sachsen.

Warum Paul-Koettig-Preis? Wer war Paul Koettig?

Paul Koettig lebte von 1853 bis 1933 und war von 1904 bis 1919 Polizeipräsident von Dresden. Nach dem Abitur studierte an der Universität Leipzig Rechtswissenschaften. Einem Referendariat am Amtsgericht Dresden und bei der Königlichen Polizeidirektion Dresden folgte 1885 seine zweite juristische Staatsprüfung. Danach trat er als Assessor seinen Dienst bei der Polizeidirektion Dresden an. Von 1894 bis 1904 amtierte Paul Koettig als Leiter der Kriminalabteilung.

Als Kripo-Chef und als Polizeipräsident engagierte sich Koettig sehr für die Modernisierung der Polizeiarbeit und die Einführung neuer Methoden bei der Polizei. So initiierte er die Einrichtung eines photografischen Ateliers der Kriminalpolizei, die Einrichtung einer Kriminalphotothek und einer Steckbrief-Photothek, die Einführung der Anthropometrie (Körpervermessung) nach Bertillon als erkennungsdienstl. Maßnahme (1896), die Gründung eines Kriminalmuseums als „Fortbildungsstätte für die Kriminalbeamten“ (1894) und 1903 die Einführung der Daktyloskopie in der Polizeidirektion Dresden als erster Polizeidienststelle im Deutschen Reich.

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