Jugendanstalt Neustrelitz setzt ein Zichen gegen Rechtsextremismus

10. Oktober 2013 | Themenbereich: Mecklenburg-Vorp., Strafvollzug | Drucken

„Gerade bei Jugendlichen versuchen Extremisten immer wieder, ihre menschenverachtende Propaganda zu platzieren. Wenn sie bei den Jugendlichen erfolgreich sind, liegt das oftmals an mangelnder Geschichtskenntnis. Ich sehe es als Aufgabe unseres Justizvollzugs an, über Zusammenhänge zwischen dem dunkelsten Kapitel deutscher Geschichte von 1933 bis 1945 und dem Rechtsextremismus heute aufzuklären. Darum begrüße ich es sehr, dass die Jugendanstalt heute zum mittlerweile dritten Mal die Anne-Frank-Ausstellung hinter Gitter präsentiert“, sagte Justizministerin Kuder.

„Erziehung zur Demokratie gehört zur Resozialisierung. Denn Ziel des Vollzugs ist es, den Straftäter so gestärkt in die Gesellschaft zu entlassen, dass er sich ohne neue Straftaten wieder integrieren kann. Es ist dabei äußerst wichtig, dass sich die Jugendlichen mit Demokratie als alternativlose Gesellschaftsordnung auseinandersetzen und Demokratie begreifen. Die JA Neustrelitz und ihre engagierten Mitarbeiter leisten somit einen wichtigen Beitrag im Kampf gegen Extremismus“, so die Ministerin.

Information:

Die Anne-Frank-Ausstellung wird in der JA von heute bis 18.10.2013 zum 3. Mal nach 2004 und 2008 gezeigt. Sie ist Teil des Projektes „Demokratie Lernen“, zu dem regelmäßige politisch bildende Veranstaltungen gehören, wie die Ausstellung des Bundesverfassungsschutzes „Die braune Falle“ und das Projekt „Instant Acts gegen Rassismus und Gewalt“, bei dem Jugendliche ihr rechtes Gedankengut im Kontakt mit ausländischen Künstlern überdenken sollen. Außerdem lassen jugendliche Inhaftierte im Projekt „Cover up“ ihre teils verbotenen, gewaltverherrlichenden Tattoos übertätowieren.

 

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