Herrmann bei der IT-Sicherheitsmesse ‚it-sa 2013‘

10. Oktober 2013 | Themenbereich: Bayern, Innere Sicherheit | Drucken

„Cybersicherheit – also die Sicherheit unserer IT-Netzwerke vor Kriminellen, Terroristen und Spionen – ist eines der wichtigsten Schlüsselthemen von Gegenwart und Zukunft“, hat Bayerns Innenminister Joachim Herrmann bei der IT-Sicherheitsmesse ‚it-sa 2013‘ in Nürnberg betont, eine der international bedeutendsten Plattformen für Informationstechnik. „Im Rahmen des Projekts ‚Bayern digital‘ werden wir gemeinsam mit Wissenschaft und Forschung den Freistaat zu einem weltweit anerkannten Zentrum für Digitalisierung und IT-Sicherheit weiterentwickeln“, erklärte Herrmann. Dabei komme der Kooperation zwischen Staat und Wirtschaft eine hohe Bedeutung zu. „Unser neues Cyber-Allianz-Zentrum beim Bayerischen Landesamt für Verfassungsschutz ist seit Juli 2013 zentraler Ansprechpartner für Wirtschaftsunternehmen und Betreiber kritischer Infrastrukturen, wenn der Verdacht eines elektronischen Angriffs besteht“, umschrieb der Innenminister die Aufgaben. Zum Schutz der Wirtschaft habe dabei die absolute Vertraulichkeit bei Anfragen besonderen Stellenwert.

Ein wichtiger Aspekt für Herrmann ist die enge Vernetzung der Akteure: Nahezu alle Lebensbereiche seien inzwischen von der IT-Nutzung geprägt und damit gleichermaßen anfällig für die Gefahren, die mit den vielfältigen Möglichkeiten einhergingen. „Vernetzung der beteiligten Stellen und Koordination der zahlreichen Anstrengungen auf diesem Gebiet sind daher unumgänglich“, so der Innenminister. Die Wahrnehmung dieser Koordinationsaufgaben ist laut Herrmann eine der zentralen Aufgaben des neuen Sachgebiets ‚Cybersicherheit‘ im bayerischen Innenministerium. Dass die notwendige Zusammenarbeit nicht nur auf dem Papier stehe, sondern Realität sei, zeige der gemeinsame Messeauftritt des IT-Beauftragten der Bayerischen Staatsregierung, des Innenministeriums und des Landesamtes für Verfassungsschutz auf der it-sa 2013: „Hier präsentieren sich vereint gleich drei maßgebliche Akteure auf dem Gebiet der Cybersicherheit unter dem Dach eines gemeinsamen Standes.“

Wie Herrmann weiter erläuterte, habe die Staatsregierung in den letzten Jahren große Anstrengungen unternommen, Kriminelle im World Wide Web konsequent zu verfolgen. So war Bayern 1995 das erste Bundesland mit einer anlassunabhängigen Netzwerkfahndung zur Ermittlung strafbarer Inhalte im Internet. Zudem wurden vor einigen Jahren in den Ballungsräumen München und Nürnberg Schwerpunktkommissariate zur Bearbeitung der Computer- und Internetkriminalität aufgebaut, die seit Juli 2012 durch 25 Internetspezialisten verstärkt werden. Es handelt sich dabei um Fachhochschulabsolventen mit Berufserfahrung in Informatik, die im Rahmen einer speziellen Ausbildung zu Kriminalbeamten qualifiziert wurden. „Aufgrund unserer hervorragenden Erfahrungen werden wir diesen Weg fortsetzen und aus dem Stellenkontingent des Doppelhaushaltes 2013/2014 weitere IuK-Kriminalisten ausbilden“, stellte Herrmann in Aussicht. „Darüber hinaus bauen wir derzeit beim Bayerischen Landeskriminalamt ein Dezernat ‚Cybercrime‘ auf und richten flächendeckend bei jeder Kriminalpolizeiinspektion spezialisierte Arbeitsgruppen zur Bekämpfung der Cyber-Kriminalität ein.“

Herrmann bekräftigte, dass die Bayerische Staatsregierung alles unternehmen werde, um sowohl den Bürgerinnen und Bürgern als auch den im Freistaat tätigen Unternehmen eine sichere Nutzung des Netzes zu ermöglichen. Der Innenminister appellierte dabei an die Eigenverantwortung jedes Nutzers: „Machen Sie von den vorhandenen Sicherungsmöglichkeiten Gebrauch!“ Trotz aller Anstrengungen könne der Staat niemals allumfassende Sicherheit garantieren. „Ob privater Internetnutzer oder global agierendes Unternehmen: Sicherheit fange im eigenen Haushalt, im eigenen Unternehmen an“, so Herrmann abschließend.

 

 

 

 

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