Fußballeinsätze – Belastungsgrenze erreicht

8. Oktober 2013 | Themenbereich: Aktuell | Drucken

„Die DPolG Bundespolizeigewerkschaft fordert eine erhebliche Reduzierung der Einsatzbelastung der Kräfte der Bundesbereitschaftspolizei bei Fußbal-leinsätzen“, so ihr Vorsitzender Ernst Walter.

Nachdem das Bundespolizeipräsidium Potsdam detailliert Zahlen für die Sai-son 2011/2012 veröffentlich hat, kann man die immense Belastung der Kolle-ginnen und Kollegen nicht mehr verleugnen. Denn obgleich die Bundespolizei über 40.000 Beschäftigte verfügt, konzentriert sich die Belastung auf die Be-amten der Bundesbereitschaftspolizei und der Bahnhöfe, die nahezu jedes Wochenende unterwegs sein müssen. Hinzu kommen zum Teil die extremen psychischen und physischen Bedingungen mit alkoholisierten und randalierenden „Fans“.

„Ob bei der derzeitigen Haushaltslage ein weiterer Einsatz zum Nulltarif sozi-al haltbar ist, wagen wir jedoch zu bezweifeln. Es kann nicht sein, dass eine Sportart einen großen Teil des Polizeibudgets auffrisst und andere wichtige Tätigkeiten der Polizei zum Schutz der Bevölkerung hierdurch schlicht liegen bleiben müssen“, so Ernst Walter weiter.

Die DPolG Bundespolizeigewerkschaft fordert daher, dass in Zukunft deutlich mehr bestellte Verkehre (Sonderzüge) für die An- und Abreise der Fans zu den Spielen einzusetzen sind. Solche Sonderzüge könnten z.B. durch die Deutsche Fußball Liga (DFL) oder die jeweiligen Fußballvereine angemietet und entsprechend finanziert werden.

Zusätzlich sind die Sonderzüge mit eigenen privaten Kräften zu sichern, so dass unsere Kollegen von den extremen sozialen Belastungen durch die dauernden Wochenendeinsätze entlastet werden würden.

 

Ihre Meinung ist uns wichtig,
kommentieren Sie diesen Artikel!

Jedoch, auf Cop2Cop gilt die Netiquette als Leitfaden für die Kommunikation. Alle Beiträge werden von Administratoren geprüft und freigeschaltet. Beiträge, die persönliche Beleidigungen, Diffamierungen, rechtswidrige Texte oder Werbung beinhalten, werden ebenso unkommentiert entfernt, wie Off-Topic-Beiträge und SPAM. Zeilen und Absätze brechen automatisch um. Die E-Mail Adresse dient internen Zwecken und wird nie angezeigt.