„Sehen und Gesehen werden“ für Verkehrssicherheit unerlässlich

2. Oktober 2013 | Themenbereich: Mecklenburg-Vorp., Verkehr | Drucken

Jedes Jahr im Oktober führen das Deutsche Kraftfahrzeuggewerbe und die Verkehrswacht die bundesweite Verkehrssicherheitsaktion „Licht-Test“ durch. Innenminister Lorenz Caffier unterstützt die nunmehr 57. Initiative für mehr Verkehrssicherheit und ruft alle Autofahrer zur Teilnahme auf. Auch Radfahrer müssen sich auf verstärkte Kontrollen durch die Polizei einstellen.

„Die Beleuchtung des Fahrzeugs muss in Ordnung sein“, appelliert Innenminister Caffier an alle Fahrzeugführer. „Wegen der früh einbrechenden Dunkelheit ist „gutes Sehen und Gesehen werden“ gerade in den Herbst- und Wintermonaten für die Verkehrssicherheit unerlässlich. Spätestens jetzt sollten Sie sicherstellen, dass die Beleuchtung an Ihrem Gefährt für die dunkle Jahreszeit ausreicht!“

Insgesamt 659 Kraftfahrzeugbetriebe und Fachwerkstätten allein in Mecklenburg-Vorpommern und alle Prüfstellen der Auomobilclubs und Überwachungsorganisationen führen den Licht- und Sichttest an Kraftfahrzeugen vom 01. bis 31. Oktober kostenlos durch. Kraftfahrer, die im Rahmen der Kraftfahrzeug-Beleuchtungsaktion die Beleuchtungsanlage an ihrem Fahrzeug überprüfen lassen, erhalten nach erfolgter Kontrolle eine Bescheinigung in Form eines Aufklebers. Dieser soll gut sichtbar am Fahrzeug angebracht werden. Dass die Licht-Test-Aktion von den Fahrzeugführern angenommen wird und regelmäßige Kontrollen der Fahrzeugbeleuchtung wichtig sind, zeigt die Mängelstatistik der Landespolizei.

Während im Jahr 2011 noch 585 Kraftfahrzeuge von der Polizei festgestellt wurden, deren Beleuchtungseinrichtung nicht vorhanden oder betriebsbereit war, wurden im Jahr 2012 insgesamt 473 Fahrzeuge mit mangelhaften Beleuchtungseinrichtungen von der Polizei angetroffen. Das sind 19% weniger Feststellungen als im Vorjahr. Im ersten Halbjahr 2013 fielen im Straßenverkehr bislang 297 Fahrzeuge ohne ausreichend Licht an ihrem Fahrzeug auf. Auch für Radfahrer ist eine ordnungsgemäß angebrachte und betriebsbereite Beleuchtung gerade in den kommenden Monaten unverzichtbar.

Wie die Kraftfahrzeugführer sollte jeder Radfahrer sein Verhalten an die veränderten Witterungsverhältnisse anpassen und besonders defensiv fahren. Leider trifft die Landespolizei diese physisch besonders gefährdete Verkehrsteilnehmergruppe, die sich nicht selten auf dem Fahrbahnbereich zwischen oder neben den Kraftfahrzeugen aufhält, sehr oft mit Beleuchtungsmängeln an ihren Fahrrädern an. Während im Jahr 2011 insgesamt 856 Fahrradfahrer festgestellt wurden, deren Beleuchtungseinrichtung defekt oder gar nicht vorhanden war, stellte die Landespolizei bereits im ersten Halbjahr 2013 schon 953 Fahrräder mit unzureichender bzw. nicht vorhandener Beleuchtungseinrichtung fest. Im Jahr 2012 waren es insgesamt 999 mangelhafte Fahrräder in dieser Kategorie.

„Wer in der Dunkelheit mit seinem Auto oder Fahrrad und unzureichender Beleuchtung unterwegs ist, gefährdet sich und andere in erheblichem Maße und provoziert Verkehrsunfälle. Deshalb wird die Polizei in den nächsten Monaten Radfahrer und Kraftfahrzeugführer verstärkt anhalten und deren Beleuchtungseinrichtungen überprüfen“, kündigt Innenminister Lorenz Caffier an.

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