Fahndungs- und Kontrolltag erfolgreich

27. September 2013 | Themenbereich: Hessen, Verkehr | Drucken

Innenminister Boris Rhein zog heute eine positive Bilanz des landesweiten Fahndungs- und Kontrolltags mit dem die Kampagne ‚Sicheres Hessen – Einbrechern eine Riegel vorschieben!‘ am Mittwoch in die ‚Dunkle Jahreszeit‘ gestartet ist.

„450 Polizeibeamtinnen und Polizeibeamte konnten in der Fläche über 340 Fahrzeuge und 360 Personen kontrollieren. Elf Festnahmen und die Einleitung von 35 Ermittlungsverfahren sind dabei die sofort sichtbare Spitze des Erfolgs“, so Innenminister Boris Rhein.

Die Kontroll- und Fahndungsmaßnahmen erfolgten mit dem Ziel ganzheitlicher Kontrollen an stationären Kontrollstellen und gezielten Fahndungsmaßnahmen in Brennpunktgebieten.

Ein länderübergreifender Ansatz wirkt dabei regionalen Verdrängungen entgegen. „Den landesweiten Fahndungs- und Kontrolltag hat Hessen in Kooperation mit den Polizeien der Bundesländer Niedersachsen, Thüringen, Sachsen-Anhalt sowie der Bundespolizei und dem Zoll durchgeführt. Dies zeigt erneut, dass die Sicherheitsbehörden der Länder und des Bundes an einem Strang ziehen und den Wohnungseinbruch gemeinsam als Aufgabenschwerpunkt wahrnehmen“, so Innenminister Boris Rhein weiter.

Beispiele:

Nordhessen: Im Rahmen gezielter Fahndungsmaßnahmen (Hehlereiansatz) wurden im Bereich eines An- und Verkaufsgeschäftes ein 44jähriger und ein 42jähriger Tatverdächtiger kontrolliert und vorläufig festgenommen. Ein Tatverdächtiger ist als Serieneinbrecher bekannt und der andere führte Einbruchwerkzeug mit sich. Sichergestellt wurden 9 Plömbchen Heroin, 500 € Bargeld und 24 Sammlermünzen. Strafverfahren wurden eingeleitet, die Ermittlungen insbesondere zur Herkunft der Münzen dauern an.

Südhessen: Kontrolliert wurde ein mit zwölf Personen besetzter PKW-Transporter. In ihm befanden sich Personen, die sind zum Teil polizeilich einschlägig wegen Eigentumsdelikten bekannt sind. Darüber hinaus wurden im Fahrzeug diverse Gegenstände aufgefunden und nach dem HSOG sichergestellt.

Die Gesamtbilanz des Fahndungs- und Kontrolltages weist folgende Ergebnisse aus:

Über 340 PKW-Kontrollen und über 360 Personenkontrollen.

Elf Festnahmen und die Einleitung von 35 Ermittlungsverfahren – darunter vier Diebstahls- und Hehlereidelikte, 13 Drogendelikte, eine Sicherstellung eines gestohlenen Bundespersonalausweises und zwei Fälle des Kennzeichenmissbrauchs.

„Der landesweite Fahndungs- und Kontrolltag am Mittwoch ist der Auftakt für intensive Kontroll- und Fahndungsmaßnahmen auch für die kommende ‚Dunkle Jahreszeit‘, damit Hessen auch künftig den positiven Trend gegen Wohnungseinbrüche fortsetzen kann. Die Bekämpfung des Wohnungseinbruchs ist eine klassische Kernaufgabe der Polizei. Hessen setzt mit offenen Kontrollen und operativen Maßnahmen deutliche Schwerpunkte um diesen Deliktsbereich effektiv einzudämmen“, so Innenminister Boris Rhein.

Beim Wohnungseinbruch sind seit 2009 bundesweit Anstiege zu verzeichnen gewesen. Die hessische Polizei hat diesen Trend früh erkannt und entgegen gewirkt. Neben mehreren Arbeitsgruppen in den Polizeipräsidien hat das Hessische Landeskriminalamt bereits im Jahr 2010 eine zentrale Arbeitsgruppe eingerichtet. Seit 2012 führt die Hessische Polizei eine landesweite Kampagne „Sicheres Hessen – Einbrechern einen Riegel vorschieben!“ durch, die als Schwerpunkt auch die sogenannte ‚Dunkle Jahreszeit‘ abdeckt. Zudem wurden mit dem Programm Regionale Sicherheit gezielt die Fachdienststellen in den Polizeipräsidien und die operativen Einheiten verstärkt.

Damit ist es gelungen, den Wohnungseinbruch in Hessen seit 2009 erstmals wieder einzudämmen und die Fallzahlen in 2012 um 2,8 Prozent zu reduzieren. Besonders erfreulich ist dabei die auf 20,7 Prozent gesteigerte Aufklärungsquote, auch im Quervergleich zu anderen Bundesländern.

Innenminister Boris Rhein hob weiter hervor, dass man der saisonalen Fallzahlenentwicklung, nach der in der sogenannten ‚Dunklen Jahreszeit‘ immer wieder vermehrt Wohnungseinbrüche zu konstatieren sind, frühzeitig begegnen muss. „Es gilt, Tätern mit offenen Kontrollmaßnahmen und verdeckten operativen Maßnahmen zu begegnen. Ziel ist es dabei, die Täter zu verunsichern und im Idealfall vor Ort festzunehmen. Mit dem Fahndungs- und Kontrolltag hat die Hessische Polizei ein deutliches Signal gesetzt“, so Innenminister Rhein abschließend.

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