Schulschwänzerinitiative

24. September 2013 | Themenbereich: Bayern, Innere Sicherheit | Drucken

Mehr Schulschwänzer und 16 Strafanzeigen gegen Eltern wegen Verletzung der Fürsorge- oder Erziehungspflicht – das ist die Bilanz der bayerischen Schulschwänzerstatistik für das Schuljahr 2012/2013, die heute Bayerns Innenminister Joachim Herrmann vorgestellt hat. Danach registrierte die Bayerische Polizei mit 2.362 Schulschwänzern über vier Prozent mehr, als im Vorjahr (2011/2012: 2.251). Auf Ersuchen der Schulbehörden war die Polizei in 2.127 Fällen tätig. Nur rund die Hälfte der Schüler war zwar unentschuldigt, aber berechtigt dem Unterricht ferngeblieben, beispielsweise wegen Krankheit. 285 Schulschwänzer hat die Bayerische Polizei eigeninitiativ vor allem an bekannten Jugendtreffpunkten festgestellt. Herrmann appellierte an alle Eltern: „Achten Sie darauf, dass Ihre Kinder in die Schule gehen. Die Zukunft Ihres Nachwuchses liegt in der Bildung.“ Mit Blick auf wissenschaftliche Studien zu Schulschwänzern warnte der Innenminister: „Notorische Blaumacher haben ein größeres Risiko, kriminell zu werden.“

Die Erfahrungen zeigen, dass gerade bei hartnäckigen Schulschwänzern häufig erzieherische Probleme vorliegen und die Eltern überfordert sind, erläuterte Herrmann. In solchen Fällen würden von der Polizei neben den Schulen beispielsweise auch das Jugendamt und Schulpsychologen eingeschalten. Nicht unterschätzt werden dürfe laut Herrmann auch die Wirkung, wenn Schulschwänzer durch die Polizei zur Schule gebracht werden: „Das beeindruckt und schreckt ‚Wiederholungstäter‘ sowie Nachahmer ab.“ Die bayerische Schulschwänzerinitiative werde daher auch dieses Schuljahr fortgeführt.

 

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