Geldtransporte gehören in professionelle Hände

24. September 2013 | Themenbereich: Security | Drucken

„Geldtransporte gehören in professionelle Hände“, darauf wies heute in Bad Homburg der Hauptgeschäftsführer der Bundesvereinigung Deutscher Geld– und Wertdienste (BDGW), Dr. Harald Olschok, hin. Er reagierte damit auf zwei schwere Raubüberfälle in den letzten Wochen. Am 6. September wurden auf dem Parkplatz der Kreissparkassenfiliale in Benefeld zwei Mitarbeiterinnen ausgeraubt, die für ihre Kreissparkasse ungepanzerte Geldtransporte in Personenwagen durchführten. Einen Monat vorher kam es in Hamburg-Wilhelmsburg zu einem spektakulären Raubüberfall auf einen Geldboten. Dieser hatte in einem ungepanzerten Firmenfahrzeug eines Sicherheitsunternehmens die Wochenendeinnahmen der Internationalen Gartenbauausstellung transportiert.

Vor diesem Hintergrund appelliert die BDGW an Kreditinstitute, Handelsunternehmen und auch Veranstalter, Geldtransporte nur in dafür vorgesehenen Spezialgeldtransportfahrzeugen durchzuführen. Im vergangenen Jahr sind in Deutschland 128 Geldboten überfallen worden. Im gleichen Jahr sind laut polizeilicher Kriminalstatistik lediglich 5 Überfälle auf Geldtransportfahrzeuge verübt worden (Statistik, Quelle: Polizeiliche Kriminalstatistik 2012). Die Mitgliedsunternehmen der BDGW führen seit über 40 Jahre Tag für Tag unter beweis, dass sie Geldtransporte sicher und effizient durchführen.

Um Schaden für die eigenen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zu vermeiden, forderte Olschok Kreditinstitute, den Handel aber auch Veranstalter von Großereignissen auf, Geldtransporte professionell durchführen zu lassen. Verletzen Auftraggeber ihre Sorgfaltspflicht, so drohen Nachforschungen durch die gesetzliche Unfallversicherung, möglicherweise sogar durch die Strafverfolgungsbehörden. Denkbar sei auch, dass die Sachversicherung nur bedingt für den Schaden aufkommt, so Olschok abschließend.

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