Polizeidienstuntauglich über 50 Jahre?

20. September 2013 | Themenbereich: Deutsche Polizeigewerkschaft, Interessenvertretungen, Nordrhein Westfalen | Drucken

Verwaltungsgericht vermutet eine grundsätzliche Polizeidienstunfähigkeit bei über 50-jährigen Beamtinnen und Beamten

Die Rheinische Post berichtet am 14.09.2013:

„Verletzt sich ein Polizist bei der Jagd auf einen Verdächtigen, so muss dieser Unfall nicht unbedingt als Dienstunfall anerkannt werden. Im konkreten Fall beobachtete ein 59-jähriger Polizist in seiner Freizeit aus einem Restaurant eine Unfallflucht, versuchte den Autofahrer zu stellen und riss sich beim Sprung über einen Zaun die Achillessehne. Aus Sicht des Verwaltungsgerichts Mainz sei es nicht entscheidend, ob die Jagd in der Freizeit des Beamten stattfand, sondern das Beamte jenseits der 50 Jahre sich in einem Risikoalter befänden und sich „gut überlegen müssten, ob sie einen solchen Sprung wagen“. (VwG Mainz, 4 K 1016/12).“

Das Urteil steht in Widerspruch zum gültigen Sporterlass – bis 55. Lebensjahr müssen Leistungstests oder Sportabzeichen erbracht werden. Die Verletzungsgefahr ist auch dabei präsent.

Nach diesem Urteil wird sich jeder überlegen, ob er einem flüchtigen Täter hinterher rennt und eine mögliche Verletzung in Kauf nimmt, die in einem eventuellen Zurruhesetzungsverfahren nachteilig sein kann!

Die DPolG NRW erwartet von Innenminister Jäger eine Klarstellung der Verfahrensweise für NRW im Interesse der Kolleginnen und Kollegen!

Ihre Meinung ist uns wichtig,
kommentieren Sie diesen Artikel!

Jedoch, auf Cop2Cop gilt die Netiquette als Leitfaden für die Kommunikation. Alle Beiträge werden von Administratoren geprüft und freigeschaltet. Beiträge, die persönliche Beleidigungen, Diffamierungen, rechtswidrige Texte oder Werbung beinhalten, werden ebenso unkommentiert entfernt, wie Off-Topic-Beiträge und SPAM. Zeilen und Absätze brechen automatisch um. Die E-Mail Adresse dient internen Zwecken und wird nie angezeigt.