Bevölkerungsschutzkongress in Bonn

20. September 2013 | Themenbereich: Bevölkerungsschutz | Drucken

„Damit der Bevölkerungsschutz seinen Aufgaben gerecht werden kann, hat die Ausbildung der Einsatzkräfte oberste Priorität. Ohne Vorbereitung auf den Einsatz können wir keine Katastrophen bewältigen“, betonte THW-Präsident Albrecht Broemme zur Eröffnung des zweitägigen 9. Europäischen Bevölkerungsschutzkongresses in Bonn. Ziel des Kongresses ist, internationale Netzwerke zu stärken, um in Zukunft noch effektiver auf Katastrophen reagieren zu können. Kernthemen des Kongresses in Bonn sind die Ausbildung im nationalen und internationalen Bevölkerungsschutz, Gesundheitlicher Bevölkerungsschutz und erste Erfahrungen aus den Hochwassern in Europa.

In der Thesendebatte „Ausbildung im Bevölkerungsschutz im internationalen Vergleich“, die am heutigen Mittwochnachmittag von THW-Präsident Broemme moderiert wird, diskutieren Vertreter der Vereinten Nationen und der Europäischen Kommission sowie Akteure aus Österreich, der Schweiz und aus Deutschland die Frage, wie Aus- und Fortbildung erfolgreich gestaltet werden kann.

Das Forum „Exportschlager Ehrenamt?“, ebenfalls von Broemme moderiert, greift das laufende Projekt in Tunesien auf. Dort unterstützt das THW den Bevölkerungsschutz bei der Etablierung von ehrenamtlichen Strukturen.

In den Fachforen „Social Media“ und „Integriertes Ausbildungssystem im Bevölkerungsschutz – Anspruch und Wirklichkeit“ ist das THW ebenfalls an der Diskussion beteiligt. Der Abteilungsleiter Einsatz des THW, Volker Strotmann, resümiert abschließend in der Thesendebatte „Erste Erfahrungen aus der Hochwasserkatastrophe in Europa“ über den größten Einsatz des THW seit der Flut im Jahre 2002.

Die Ergebnisse der Diskussionsrunden werden mit Interesse aufgenommen, denn der Bevölkerungsschutz ist in der heutigen Zeit so wichtig wie noch nie. Die Zahl der Naturkatastrophen steigt jährlich und das vergangene Hochwasser, das große Teile der Bundesrepublik überflutet hat, hat gezeigt, wie real die Bedrohung auch in Deutschland ist. Einsatzkräfte werden vor immer neue und wachsende Herausforderungen gestellt. Um diese weiterhin bewältigen zu können, ist eine optimale Ausbildung unverzichtbar. Organisationen wie das THW, die auf dem Ehrenamt basieren und höchste Leistungen erbringen, setzen in dieser Hinsicht Maßstäbe. Damit ein gleichmäßiger, internationaler Standard erreicht werden kann, ist ein offener Erfahrungs- und Informationsaustausch notwendig. Der Bevölkerungsschutzkongress bietet in Zusammenarbeit mit dem BBK und dem Behördenspiegel wieder eine exzellente Plattform.

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