Saudi-Arabien zu Besuch im BBK

11. September 2013 | Themenbereich: Bevölkerungsschutz | Drucken

Eine siebenköpfige Delegation aus dem Königreich Saudi-Arabien besuchte vom 02. bis zum 06. September das Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe (BBK) in Bonn. Die Experten des dortigen Innenministeriums informierten sich über das Bevölkerungsschutzsystem in Deutschland.

Im Einzelnen ging es um die folgenden Darstellungen:

 

  • Die Organisation und der Aufbau des BBK und des THW.
  • Die Organisation und Zusammenarbeit der unterschiedlichen Akteure des Bevölkerungsschutzes auf lokaler, regionaler, nationaler und europäischer Ebene.
  • Die Zusammenarbeit und die Funktionsweise von Lagezentren auf den unterschiedlichen Ebenen.
  • Die Zusammenarbeit zwischen der Berufsfeuerwehr und der Freiwilligen Feuerwehr in Deutschland.
  • Die Planung und Durchführung von nationalen Großübungen am Beispiel von LÜKEX.
  • Die Ausbildung von Stäben im Rahmen des Krisenmanagements.
  • Satellitengestützte Fernerkundung und ihre Nutzungsmöglichkeiten für das Krisenmanagement.

 

Am Montag begrüßte Vizepräsident Tiesler den ersten Teil der Delegation. Danach folgten Präsentationen zum deutschen System des Bevölkerungsschutzes und zu den Aufgaben und Zuständigkeiten des BBK sowie zu den Hochwasserereignissen der vergangenen Zeit.

Auch die ausländischen Kollegen informierten über den Aufbau des Katastrophen- und Zivilschutzsystems in ihrer Heimat. Anschließend besichtigten die Gäste das Gemeinsame Melde- und Lagezentrum (GMLZ) und zeigten großes Interesse dafür.

Am Dienstag begrüßte der Leiter der Bonner Feuerwehr, Jochen Stein, die saudischen Kollegen und informierte u.a. über die Zusammenarbeit der Berufsfeuerwehr mit den Freiwilligen Feuerwehren in Deutschland. Im Anschluss daran folgten Präsentationen beim Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) zu satellitengestützter Fernerkundung und Nutzungsmöglichkeiten für das Krisenmanagement.

Der Mittwoch stand ganz im Zeichen des Technischen Hilfswerks. Die Delegationsteilnehmer zeigten sich überaus interessiert an dem ehrenamtlich getragenen Hilfeleistungspotenzial des THW.

Am Donnerstag folgte der Besuch der Akademie für Krisenmanagement, Notfallplanung und Zivilschutz (AKNZ). Dort wurde der Fokus auf Stabsausbildungen sowie auf die Planung und Durchführung von Großübungen, wie beispielsweise LÜKEX, gelegt.

Am Abend empfing die Freiwillige Feuerwehr in Duisdorf die Zivilschutzexperten aus Saudi Arabien. Die Delegationsteilnehmer erhielten Einblicke in die Struktur und Aufgaben einer Freiwilligen Feuerwehr. Die Stationsausbildung, die Besichtigung des Fuhrparks sowie das gemeinsame Grillen im Anschluss bildeten einen besonderen Programmpunkt.

Der Besuch beim Krisenzentrum der Landesregierung Hessen in Wiesbaden am Freitag rundete den Informationsbesuch vollumfänglich ab. Die Teilnehmer erhielten dort neben einer Führung durch das Krisenzentrum ebenfalls umfangreiche Informationen zum Krisenmanagement auf Landesebene.

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