Präventionsräte sind unverzichtbar!

11. September 2013 | Themenbereich: Mecklenburg-Vorp., Prävention | Drucken

Im Rahmen einer Gesprächsrunde mit Vertretern der Kommunalen Präventionsräte sowie Bürgermeistern und Amtsvorstehern hat sich Innenminister Lorenz Caffier heute in Neubrandenburg über die gesamtgesellschaftliche Präventionsarbeit im Landkreis Mecklenburgische Seenplatte informiert und das Engagement aller Beteiligten gewürdigt.

,“Unsere langjährigen Erfahrungen bestätigen eindeutig, dass Straftaten dort am wirkungsvollsten vorgebeugt werden können, wo staatliche Stellen und nichtstaatliche Organisationen in der Präventionsarbeit vor Ort eng und vertrauensvoll zusammenarbeiten“, betonte der Minister, der zugleich auch Vorsitzender des Landesrates für Kriminalitätsvorbeugung (LfK) ist.

„Kommunale Präventionsräte haben sich dabei als sehr wirkungsvolle Instrumente erwiesen. In den neuen, großen Landkreisen sind sie vor allem als Koordinierungs- und Steuerungsgremien unverzichtbar.“ Der Minister ermunterte deshalb den Landkreis Mecklenburgische Seenplatte, seinen Präventionsrat weiter zu stabilisieren und dazu das große gesellschaftliche Engagement der vielen nichtstaatlichen Akteure zu nutzen.

Der LfK wird diese Arbeit auch weiterhin unterstützen und finanziell fördern. So erhielt der Präventionsrat des Landkreises Mecklenburgische Seenplatte in diesem Jahr zum Beispiel ca. 10.800 EUR zur direkten Unterstützung seiner organisatorischen Arbeit und zur unbürokratischen Beteiligung an kleineren Projekten. Der Minister empfahl dringend, bestehende Präventionsräte in den Kommunen zu aktivieren bzw. neue Präventionsräte zu gründen, insbesondere in den kreisangehörigen Städten, Ämtern und Gemeinden.

„Die örtliche und thematische Nähe zu den tatsächlichen Problemen in einem Dorf oder in einer Stadt sind wichtig für eine erfolgreiche Präventionsarbeit“, so der Minister. „Präventionsarbeit ist und bleibt deshalb Bürgermeisterpflicht.“

In diesem Zusammenhang lobte er auch das langjährig engagierte Wirken vielfältiger Projekte und Initiativen von Vereinen, Organisationen, Schulen und Jugendeinrichtungen des Kreises. Hier findet, oft ehren- oder nebenamtlich organisiert, die eigentliche praktische Präventionsarbeit statt. Allein in den letzten fünf Jahren hat der Landesrat für Kriminalitätsvorbeugung 33 derartiger Projekte im Landkreis Mecklenburgische Seenplatte mit ca. 177.000 EUR gefördert.

Insgesamt stehen dem Landesrat für Kriminalitätsvorbeugung jährlich 326.000 EUR zur Förderung der Präventionsarbeit in Mecklenburg-Vorpommern zur Verfügung. Nach einem festen Einwohnerschlüssel erhalten davon die Kommunalen Präventionsräte der Landkreise und kreisfreien Städte ca. 65.000 EUR. Mit den verbleibenden ca. 261.000 EUR werden im Ergebnis eines vorgeschriebenen Antragsverfahrens landesweit jedes Jahr etwa 70 bis 80 Einzelprojekte gefördert. Antragsschluss für das Jahr 2014 ist der 31. Oktober 2013.

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