Personalrat hat Neuorganisation des LKA zugestimmt

10. September 2013 | Themenbereich: Bund Deutscher Kriminalbeamter, Interessenvertretungen | Drucken

 

Der Personalrat hat in seiner heutigen Sitzung der Vorlage für die Neuorganisation der Hamburger Kripo zugestimmt. Es ist soweit, die „Kripo unter einem Dach“ kommt! Im Februar 2012 erteilte Innensenator Michael Neumann den Auftrag zur Reform der Polizei. Im September 2012 fiel die Entscheidung über den organisatorischen Rahmen („Kooperatives Modell“) und knapp 1 Jahr lang hat dann das Projekt „LKAneu“ und die LKA-Führung engagiert die neue Organisationsform erarbeitet. Und auch wenn derzeit noch nicht alles Gold ist was glänzt: Es geht endlich los!
Ein wesentlicher Punkt der Zustimmung des Personalrates war das Bestehen auf eine unbefristete Begleitung der Umsetzung der Neuorganisation, um Probleme und Schwachstellen schnell erkennen und rechtszeitig gegensteuern zu können. Und auch wenn der BDK bereits viele Baustellen beseitigen konnte, bleiben wir bei den Problemstellungen dran und werden auch weiterhin den Finger in die Wunden legen, etwa bei den geplanten Verlagerungen von SCH-Stellen aus dem LKA, der Neubewertung von Funktionen und der schablonenartig über die Dienststelle gestülpten (vom Personalamt vorgegebenen) Festlegung von Sachgebietsgrößen auf zehn oder mehr Mitarbeitern, die zu veränderten Führungsstrukturen führen werden. Das gilt ebenso für das LKA 41 und 43, aber auch für das neue LKA 55. Die beschlossenen Umstrukturierungsmaßnahmen müssen sich nun erstmal im Alltag beweisen. Aber hier gilt die Zusage von LKAL Thomas Menzel: Nichts ist in unumstößlich oder in Stein gemeißelt. Was nicht funktioniert, wird wieder geändert. Daran werden wir ihn dann ggf. auch erinnern!

Die Neuorganisation wird jetzt in ihre nächste Phase gehen. Der Prozess ist durch die Zustimmung des Personalrates nicht beendet, die eigentliche Arbeit aus gewerkschaftlicher und personalrätlicher Sicht beginnt nun erst richtig. Wir alle müssen die „neue Kripo“ – unsere Kripo! – jetzt mit Leben füllen. Wir alle entscheiden darüber, ob das, was in der Theorie richtig erscheinen mag, auch den Praxistest bestehen wird. Wir alle haben es in der Hand, ob die „Kripo unter einem Dach“, auf die viele andere Bundesländer jetzt schon bewundernd schauen und sie bereits als „historischen Schritt für die Kriminalpolizei“ bezeichnen, ein Erfolgsmodell wird!

Der BDK wird weiterhin seinen Beitrag dazu leisten. Wir werden diesen Prozess auch zukünftig konstruktiv und kritisch begleiten und genau hinhören und -sehen, wo es noch „hakt“. Dabei sind wir auch weiterhin auf eure Rückmeldungen angewiesen. Lasst uns beginnen!

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