GdP fordert Beseitigung des Führungskräftemangels bei der Polizei

7. September 2013 | Themenbereich: Gewerkschaft der Polizei, Interessenvertretungen, Nordrhein Westfalen | Drucken

715 der knapp 40 000 Polizistinnen und Polizisten in NRW gehören zum höheren Dienst, zu wenig, um alle Führungsfunktionen bei der Polizei sachgerecht besetzen zu können. Auf einer Tagung der Gewerkschaft der Polizei (GdP) in Kamen haben deshalb heute fast 200 Führungskräfte der Polizei aus ganz NRW eine Erhöhung des Anteils des höheren Dienstes auf drei Prozent gefordert. Die GdP dringt zudem darauf, dass der seit Jahren bestehende Beförderungsstau im höheren Dienst aufgelöst wird. Weil bis 2020 zwei Drittel der Beamten der oberen Besoldungsgruppen der Polizei in Ruhestand gehen, müssen die Nachwuchsführungskräfte schneller in verantwortliche Funktionen kommen, sonst droht der Polizei ein enormer Wissens- und Qualitätsverlust.

Obwohl die Führungskräfte der Polizei über eine besonders hohe Qualifikation verfügen, wird deren Leistung von der Landesregierung zu wenig gewürdigt. Das zeigt sich nicht nur bei den fehlenden Aufstiegsmöglichkeiten. Erst im Sommer hatte das Land den höheren Dienst für die kommenden zwei Jahre von der Gehaltserhöhung ausgeschlossen.

Beispielhaft für die Spitzenfunktionen im höheren Dienst sind: Direktionsleiter, Wachleiter, Leiter der Ständigen Stäbe, Leiter Staatsschutz, Leiter von Kriminalinspektionen, Leiter der Bereitschaftspolizei, Leiter von großen Führungsstellen, Leiter von Sachgebieten in den örtlichen Polizeibehörden und in den drei Landesoberbehörden der Polizei. Der höhere Dienst ist verantwortlich für die Bewältigung von Großlagen wie Demonstrationen, Fußballspiele, Staatsbesuche aber auch von Ad-hoc-Lagen wie Geiselnahmen, Anschläge, Entführungen.

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