2. Jahrestag des „Schlechtesten Dienstgebäudes“

6. September 2013 | Themenbereich: Deutsche Polizeigewerkschaft, Interessenvertretungen, Sachsen-Anhalt | Drucken

Das marodeste Dienstgebäude der Polizei in der Bundesrepublik steht nach wie vor in Magdeburg (Sachsen-Anhalt). Aber ein neuer, rundum sanierter Standort ist in Sicht. Vor allem auf Druck der Deutschen Polizeigewerkschaft ist es gelungen, dass die Landesregierung nun zusagt, 100 Millionen Euro für einen neuen Standort der Polizeidirektion bereitzustellen und ein Baukonzept in einem Stück zu realisieren. DPolG Landesvorsitzender Wolfgang Ladebeck lobt das Vorhaben: „Damit ist endlich Schluss mit der Bauflickschusterei auf dem momentanen Gelände und meine Kolleginnen und Kollegen hier in Magdeburg erhalten endlich vernünftige Arbeitsbedingungen.“

Die DPolG „kürte“ vor zwei Jahren das Gebäude in der Halleschen Straße mit der öffentlichen Enthüllung einer Mahntafel zum „Schlechtesten Dienstgebäude der Polizei in Deutschland“. DPolG Landesvorsitzender Wolfgang Ladebeck: „Undichte Fassaden, defekte Fenster, durchnässte Wände sowie zahlreiche bauliche Mängel beschreiben auch nach zwei Jahren den erbärmlichen Zustand des Polizeigebäudes. Auch wenn das Erdgeschoss teilsaniert wurde, die Kolleginnen und Kollegen finden in den unsanierten Räumen in der 1. und 2. Etage weiterhin unhaltbare Arbeitsbedingungen vor. Das Gebäude ist und bleibt ein Schandfleck für Sachsen-Anhalt. Wir haben vor zwei Jahren den Innenminister aufgefordert, ein akzeptables Baukonzept vorzulegen und richtig Geld in die Hand zu nehmen. Die Mahnung hat nun Erfolg, unsere Forderungen werden teilweise erfüllt.“

DPolG Bundesvorsitzender Rainer Wendt: „Ich freue mich, dass die Landesregierung unsere Mahnung verstanden hat und einen ersten Schritt in die richtige Richtung geht. Es ist nicht länger hinnehmbar, dass die, die täglich ihre Gesundheit für die Bürgerinnen und Bürger in unserem Land riskieren, selbst unter übelsten Bedingungen arbeiten.“

Bei aller Euphorie über die positive Entscheidung der Landesregierung darf nicht vergessen werden, dass die Bediensteten noch über Jahre hinweg weiterhin in den desaströsen Diensträumen ihren täglichen Dienst versehen müssen, denn laut Innenministerium soll der Umzug der Polizeidirektion Sachsen-Anhalt Nord von der Sternstraße ins ehemalige Krankenhaus erst 2018/19 erfolgen, so Landeschef Ladebeck.

Die Deutsche Polizeigewerkschaft lädt zum „2. Jahrestag – Das Schlechteste Dienstgebäude der Polizei in Deutschland“ am 06. September 2013  auf dem Hof der Polizeidirektion Sachsen-Anhalt Nord ein. In Anwesenheit des Bundesvorsitzenden der Deutschen Polizeigewerkschaft Rainer Wendt, seines Stellvertreters und Landesvorsitzenden Wolfgang Ladebeck wird der Innenminister Holger Stahlknecht (CDU) das umfangreiche Bauvorhaben in der Landespolizei vorstellen.

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