Kinderschutzprojekt RISKID – Gutachten bestätigt Rechtskonformität

5. September 2013 | Themenbereich: Bund Deutscher Kriminalbeamter, Interessenvertretungen | Drucken

Seit längerer Zeit unterstützt der BDK das Projekt RISKID, welches auf einer Initiative des Duisburger Kinderarztes Dr. Kownatzki und des Kriminalbeamten Heinz Sprenger basiert. Nun kommt ein aktuelles Rechtsgutachten vom August 2013 von Prof. Dr. Guido Schmidt und Dr. Damian Schmidt vom August 2013 zu dem Ergebnis, dass RISKID rechtskonform ist.

Hierbei handelt es sich um ein ein dateibasiertes elektronisches Informationssystem für Ärzte. Beim RISKID Informationssystem wird die innerärztliche Information auf

eine „virtuelle“ Großpraxis mit vielen Ärzten ausgedehnt. Zunächst erfolgt eine Anfrage an das System, ob ein Kind, das als Patient neu angemeldet wird, bereits vorher von einem anderen Arzt als RISKID Patient eingestuft worden ist. Ist dies der Fall, gibt es einen Hinweis, mit dem zuvor behandelnden Arzt in Verbindung zu treten, um ärztliche Befunde auszutauschen.

Unter dem Schirm der ärztlichen Schweigepflicht wird es Ärzten ermöglicht, sich gegenseitig über Befunde und Diagnosen zu informieren. Der so informierte Kinderarzt hat dann die Chance, intensiver zu schauen und zu prüfen, ob ein misshandeltes Kind jeweils bei unterschiedlichen Ärzten vorgeführt wurde, um die Misshandlungen zu verschleiern.

Schon während der Probephase als Duisburger Pilotprojekt wurde 2008 über die rechtliche Zulässigkeit von RISKID als Informationssystem für Ärzte bei ungeklärten Verdachtsdiagnosen von Kindesmisshandlung diskutiert.

In der Zwischenzeit wurde RISKID für die bundesweite Vernetzung von Ärzten weiterentwickelt und an datenschutzrechtliche Vorgaben angepasst.

2009 wurde den Initiatoren von RISKID für ihr Kinderschutzprojekt der Orden „Bul le merite“ des BDK verliehen.

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