Hochsaison für Einbrecher beginnt!

5. September 2013 | Themenbereich: Berlin, Bund Deutscher Kriminalbeamter, Interessenvertretungen | Drucken

In den vergangenen zwei Jahren sind die Fälle von Wohnraumeinbruch in Berlin insgesamt um 41 % gestiegen, so sagt es die Polizeiliche Kriminalstatistik (PKS) aus. Gleichzeitig ist die Aufklärungsquote auf den erschreckenden Negativrekordwert von 6,5 % gesunken (2004 lag der Wert noch bei 18,6 %).

In den vergangenen zwei Jahren sind die Fälle von Wohnraumeinbruch in Berlin insgesamt um 41 % gestiegen, so sagt es die Polizeiliche Kriminalstatistik (PKS) aus. Gleichzeitig ist die Aufklärungsquote auf den erschreckenden Negativrekordwert von 6,5 % gesunken (2004 lag der Wert noch bei 18,6 %).

Deshalb warnt der stellvertretende Landesvorsitzende des Bund Deutscher Kriminalbeamter Berlin, Thomas Spaniel:

„Die Tage werden wieder kürzer und die Dunkelheit bietet Schutz für Einbrecher auch zur Tageszeit, während Sie und Ihre Familie arbeiten oder einkaufen sind. Achten Sie deshalb immer darauf, dass Ihre Wohnung gut gesichert ist und seien Sie auch für Ihre Nachbarn mit wachsam!“

Die stetig sinkende Aufklärungsquote der letzten Jahre in diesem Bereich spiegelt die Sparpolitik des Senats 1:1 wider. Wohnungseinbruch kann man nur mit ausreichendem und qualifiziertem Personal bekämpfen. Die durch den Polizeipräsidenten veranlasste Anbindung ziviler Fahnder bei den Einbruchskommissariaten ist ein richtiger Schritt. Er kann aber nicht darüber hinwegtäuschen, dass dieses Personal aus anderen Bereichen abgezogen werden musste, wodurch sich wieder neue Baustellen ergeben haben. Zeitgleich zwingt das vom Senat zu verantwortende „Verwaltungssparen“ dazu, dass Vollzugsbeamte von Schutz- und Kriminalpolizei zusätzlich die Aufgaben von Angestellten u.a. im Objektschutz und Gefangenenwesen übernehmen müssen.

„Während die Polizei mit Präventionstagen und engagierter Ermittlungsarbeit ihr Möglichstes gegen Einbrecher tut, verweigert der Senat hartnäckig die notwendigen Mittel. Solange der Bürger für den Schaden zahlt, und sei es mit der monatlichen Versicherungsprämie, besteht da offenbar kein politischer Handlungsbedarf“, so Spaniel weiter. „Wo die Zusammenhänge zwischen fehlendem Personal bei den Objektschützern bzw. Gefangenensammelstellen und den Auswirkungen bei der Kriminalitätsbekämpfung nicht erkannt werden, muss sich anschließend niemand über mehr Einbrüche und weniger Aufklärung wundern!“

 

 

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