Viele Radfahrer sind ohne Helm unterwegs

3. September 2013 | Themenbereich: Saarland, Verkehr | Drucken

Nachdem am  Montag (02.09.2013) in Saarbrücken eine Frau mit ihrem Fahrrad stürzte und sich dabei schwere Kopfverletzungen zuzog, zieht die saarländische Polizei bereits vor Ende der diesjährigen Radsaison eine traurige Bilanz: Fünf Radlerinnen und Radler wurden bisher bei Verkehrsunfällen im Saarland in diesem Jahr bereits getötet.

Besonders erschreckend dabei ist, dass vier der fünf Getöteten ohne Fahrradhelm unterwegs waren. Die Polizeibeamten stellen am Unfallort immer noch ganz häufig fest, dass Radfahrer und Radfahrerinnen keinen Schutzhelm tragen. Die Mehrzahl derer, die bei Unfällen Kopfverletzungen erlitten, trugen keinen Fahrradhelm.

Deshalb rät die Polizei:

NIE OHNE HELM AUFS RAD !!

BEACHTEN SIE AUCH IHRE VORBILDFUNKTION GEGENÜBER RAD FAHRENDEN KINDERN !!

Im Jahr 2013 ereigneten sich bereits 426 Verkehrsunfälle, an denen Radfahrer beteiligt waren. Neben den fünf Getöteten wurden dabei 63 Fahrradfahrer/-innen schwer und 278 leicht verletzt (im Jahr 2012: insgesamt 666 Unfälle mit Fahrradfahrern, 2 Getötete, 121 Schwerverletzte, 426 Leichtverletzte).

Nach Angaben der Bundesanstalt für Straßenwesen liegt die Helmtragequote bei Radfahrern bei elf Prozent. Besonders unbeliebt ist der Fahrradhelm bei Frauen. Fast 62 Prozent der Radfahrerinnen verzichten auf den lebensrettenden Kopfschutz.

Übrigens hat das Oberlandesgericht Schleswig-Holstein in einem Urteil einer Radfahrerin, die bei einem Unfall keinen Fahrradhelm trug, eine Mitschuld an ihren Kopfverletzungen zugewiesen. Die Frau stürzte als sie an einem am Straßenrand parkenden Auto vorbeifuhr und unmittelbar vor ihr die Autotür geöffnet wurde.

 

 

1 Kommentar
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  1. Wenn 89% der Radfahrer ohne Helm unterwegs sind, ist es wenig verwunderlich. daß ebenfalls die Mehrheit der getöteten oder (Kopf-) verletzten Radfahrer keinen Helm trug. Interessant sind die Zahlen dennoch. 20% der Radfahrer, die getötet wurden, trugen einen Helm bei einer Helmtragequote von gerade einmal 11%. Hier sind also die Helmträger deutlich überrepräsentiert. Aber sollten hier nicht die Helmträger eher unterrepräsentiert sein, wenn der Helm so viel Schutz bietet, wie oft behauptet?
    Einer Untersuchung der Uniklinik Münster zu folge konnten die dortigen Ärzte übrigens keinen nennenswerten Unterschied zwischen Radfahrern mit oder ohne Helm feststellen bezüglich der Schwere von Kopfverletziungen.

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