Kinder im Straßenverkehr besser schützen

3. September 2013 | Themenbereich: Rheinland-Pfalz, Verkehr | Drucken

„Kinder müssen im Straßenverkehr besser geschützt werden“, sagte Innenminister Roger Lewentz zu den landesweiten Verkehrskontrollen an Schulen, Kindergärten und Kindertagesstätten am Dienstag. Besonderes Augenmerk wurde dabei auf die Sicherung von Kindern in Fahrzeugen gelegt. Daneben war die Überprüfung von Schulbussen Bestandteil dieses Landesverkehrskontrolltages. Insgesamt waren 407 Polizeibeamtinnen und Polizeibeamte im Einsatz. Die Zahl der im Straßenverkehr verunglückten Kinder gehe zwar erfreulicherweise zurück, dennoch seien es immer noch zu viele Kinder, die aufgrund mangelnder Sicherung verunglückten, sagte Lewentz.

Im ersten Halbjahr dieses Jahres verunglückten 631 (2012: 683) Kinder bei Unfällen im Straßenverkehr. Dabei wurden zwei Kinder (2012: vier Kinder) getötet, 109 (2012: 123) schwer und 520 (2012: 556) leicht verletzt. Allein in 317 dieser Fälle (2012: 315) waren die Kinder nicht aktiv am Straßenverkehr beteiligt, sondern kamen als Mitfahrer in Fahrzeugen zu Schaden.

Die Polizei will mit solchen gezielten Kontrollen aufklären und bietet themenbezogene Informationen an. Die meisten Unfälle ereignen sich auf Kurzstrecken. Kinder sind immer zu sichern, ist der Weg auch noch so kurz. Schon bei „nur“ 30 Stundenkilometern kann es zu tödlichen Verletzungen kommen.

Viele Eltern unterschätzen häufig die Verletzungsrisiken. Sie verwenden die verkehrten Sitze, bauen diese fehlerhaft im Fahrzeug ein oder gurten die Kinder oft falsch oder gar nicht an. Kinder sind darauf angewiesen, dass die für sie Verantwortlichen durch eine umsichtige Fahrweise und durch eine sorgfältige Sicherung im Fahrzeug für bestmögliche Sicherheit sorgen.

Insgesamt wurden am 3. September im Rahmen des Landeskontrolltages 3022 Fahrzeuge überprüft, darunter 445 Schulbusse. Dabei wurden 416 Pkw sowie 79 Schulbusse von den eingesetzten Beamtinnen und Beamten beanstandet. Bei den kontrollierten Pkw wurde in 78 Fällen die nicht vorschriftsmäßige Sicherung von Kindern bemängelt. Erschreckend: In 55 Pkw wurde sogar gänzlich auf jegliche Kindersicherung verzichtet. Bei den Schulbussen wurden 35 Verstöße gegen Ausrüstungsvorschriften, 25 Verstöße wegen technischer Mängel sowie 2 Verstöße gegen die Sozialvorschriften festgestellt. Drei der kontrollierten Schulbusse musste die Weiterfahrt wegen technischer Mängel untersagt werden. Neben den ermittelten Verkehrsverstößen wurden 2 Strafanzeigen erstattet. 106 Fahrzeugführer erwartet eine Ordnungswidrigkeitenanzeige und 922 Verwarnungen wurden ausgesprochen.

Minister Lewentz betonte: „Kinder zählen nach wie vor zu den schwächsten Verkehrsteilnehmern. Wir werden weiterhin unser ganz besonderes Augenmerk auf ihre Sicherheit im Straßenverkehr richten.“

Informationen und Tipps zur Kindersicherung im Straßenverkehr können auf der Internetseite der Polizei Rheinland-Pfalz www.polizei.rlp.de unter der dem Link „Sicher im Verkehr“ abgerufen werden.

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