BDK und Abteilungsleiter Dr. Trimbach im Gespräch

2. September 2013 | Themenbereich: Brandenburg, Bund Deutscher Kriminalbeamter, Interessenvertretungen | Drucken

Am 27.08.2013 kamen BDK-Landesvorsitzender Riccardo Nemitz sowie sein 1. Stellvertreter Volker Wanders mit Ableitungsleiter Dr. Herbert Trimbach und dem stellvertretenden Leiter des Referats 45 Holger Weiß im Innenministerium zu einem Gespräch zusammen.

In dem gut eine Stunde dauernden offenen Gespräch wurden verschiedene Themen erörtert. Ein zentrales Thema war die geplante Evaluierung der Polizeistrukturreform. Diese wird auch ebenso eine zentrale Aufgabe für den neuen Innminister des Landes Brandenburg, Ralf Holzschuher sein. Der BDK ist derzeit dabei, die Situation bei der Kriminalpolizei zu erheben und Probleme zu beschreiben – zu definieren. Die Ergebnisse bringt der BDK dann in gewohnter konstruktiv – kritischer Art und Weise bei der Evaluierung ein. Ein konkreter Termin für den Startschuss der Evaluierung steht noch nicht fest.

Ein weiteres Gesprächsthema war die Frage nach der Ausbildung und dem damit verbundenen Direkteinstieg bei der Kripo. Schon jetzt ist klar, dass viele Kolleginnen und Kollegen altersbedingt aus dem Kripo-Dienst in den nächsten Jahren ausscheiden. Dies wird die Kripo im doppelten Sinne schmerzlich treffen:

a) gehen Kollegen in den Ruhestand, welche die Kripo-Arbeit „von der Pike auf“ gelernt haben – so folgt eine fachliche Ausdünnung der Kripo!

b) wird es eine Vielzahl von Kollegen betreffen, welche ein nicht schnell auffüllbares Loch in die Reihen der Kripo reißen werden.

Hieraus resultieren zwingend notwendige Veränderungen in Sachen Ausbildung und Erstverwendung. Dazu hatte der scheidende Innenminister Dr. Dietmar Woidke im Mai mitgeteilt, dass es Veränderungen geben wird. Künftig sollen deutlich mehr Absolventen der Fachhochschule als bisher, wie vom BDK auch gefordert, direkt zur Kripo – zum KDD gehen. Bislang kamen nur vereinzelt Fachhochschüler zur Kripo. Neben der Forcierung der Erstverwendung bei der Kripo sollen die Wahlpflichtmodule intensiver im Hinblick auf die künftige Verwendung genutzt werden. Alle Einzelheiten sind noch nicht fest-geschrieben. Im Moment erfolgen über die künftige Verfahrensweise Abstim-mungen mit der Fachhochschule und dem Präsidium.

Weiterhin war die Forderung des BDK nach einer Erschwerniszulage für Kräfte von mobilen Fahndungseinheiten, wie den Operativen Fahndungen in den Direktionen, Gegenstand des Gespräches mit Dr. Trimbach. Eine solche Zulage wird bei mobilen Fahndungskräften bei der Bundespolizei gewährt. Die Einführung dieser Zulage liegt in der Verantwortung des Finanzressorts.

Der BDK wird auch hier weiter am Ball bleiben.

 

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