Doppelstreife in Pankow – Stadtrat Kühne hält Wort

30. August 2013 | Themenbereich: Berlin, Deutsche Polizeigewerkschaft, Interessenvertretungen | Drucken

Nach den hinterhältigen Angriffen auf Kolleginnen und Kollegen des Ordnungsamtes Pankow hat sich die DPolG Berlin auch öffentlich erneut gegen Einzelstreifen in gefährdeten Bereichen ausgesprochen. Stadtrat Dr. Kühne hatte daraufhin in einem Bildzeitungsinterview gesagt: „Die Sicherheit meiner Leute geht vor. Zukünftig werden sie nur noch zu zweit losgeschickt.“ Doch die entsprechenden Dienstplanänderungen ließen auf sich warten. Wir haben nachgefragt und in einem Gespräch mit dem Landesvorsitzenden der DPolG Berlin, Bodo Pfalzgraf, bestätigte Dr. Kühne seinen Plan, so schnell wie organisatorisch möglich, zukünftig grundsätzlich nur noch zwei Mitarbeiter in einem Nahbereich einsetzen zu wollen.

Nur in Ausnahmefällen soll es noch zu zeitlich begrenzten Einzelstreifen kommen. Außerdem wurde ein zeitnahes Spitzengespräch für weitere Lösungsansätze vereinbart. Die Forderungen der DPolG für die Ordnungsämter in Berlin sind klar:

  •  Keine Einzelstreife in gefährdeten Bereichen
  •   Qualitätsstandards für den Umgang mit betroffenen Kollegen
  •   mindestens jährliche Pflichtfortbildungen in Konfliktkommunikation und Eigensicherung
  •  Einsatz von Potentialanalyseverfahren schon vor der Einstellung (Schwerpunkt Teamfähigkeit und soziale Kompetenz)
  •   besserer Schutz in der Absicherung bei Arbeitsunfällen
  •   verbesserter Rechtsschutz für Mitarbeiter der Ordnungsämter
  •  Ende der Zwei-Klassen-Gesellschaft in der OrdnungsdiensteVO
  •  Digitalfunk für die Ordnungsämter
  •  Einheitliche Dienstkleidung mit einem Kleiderkontomodell
  •  Praxisgerechte Ausstattung

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