Weniger Phishing-Fälle kein Anlass zur Entwarnung

29. August 2013 | Themenbereich: Gewerkschaft der Polizei, Interessenvertretungen | Drucken

Die Gewerkschaft der Polizei (GdP) warnt vor einem leichtfertigen Umgang mit E-Mail-Anhängen. Trotz offensichtlich deutlich sinkender Fallzahlen beim sogenannten Phishing, wie der Internetbranchenverband Bitkom mit Berufung auf Zahlen des Bundeskriminalamts heute meldete, sei, so der GdP-Bundesvorsitzende Oliver Malchow, keine Entwarnung in Sicht. Zwar hätten polizeiliche Präventionsportale und Aufklärungskampagnen Internetnutzer vorsichtiger im Umgang mit dem Netz werden lassen, doch könne der Rückgang der bekannt gewordenen Internetbetrugsfälle auch durch mangelnde Anzeigebereitschaft der Opfer beeinflusst sein. Zudem passten die Täter ihre Betrugsmasche den aktuellen Gegebenheiten an, was kurzfristig deliktspezifische Kriminalität sinken lassen könne.

Laut Bitkom habe sich die Zahl der Phishing-Fälle mit 3.440 im Jahr 2012 gegenüber dem Vorjahr nahezu halbiert. Das entspreche angesichts von 6.422 Fällen in 2011 einem Minus von 46 Prozent. Auch der durch die Betrugsmasche verursachte Schaden sei im Jahr 2012 um ebenfalls 46 Prozent auf 13,8 Millionen Euro gesunken (Vorjahr: 25,7 Millionen Euro).

GdP-Chef Malchow mahnte die politisch Verantwortlichen in den Ländern, die Aus- und Fortbildung von Polizistinnen und Polizisten der zunehmend technisierten Lebenswirklichkeit anzupassen. Zudem müsse jede Polizeidienststelle technisch so ausgestattet sein, dass Ermittlungen ohne Zeitverlust erfolgen können.

 

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