Schalke: Ohne Polizeieinsatz hätte Spielabbruch gedroht

28. August 2013 | Themenbereich: Gewerkschaft der Polizei, Interessenvertretungen, Nordrhein Westfalen | Drucken

In einem offenen Brief an den Vorstand von Schalke 04 hat die Gewerkschaft der Polizei (GdP) in NRW dem Bundesligaverein ein eklatantes Sicherheitsversagen beim Champions-League-Spiel gegen Saloniki vorgeworfen. Der von der Vereinsführung kritisierte Polizeieinsatz sei nur zustande gekommen, weil vorher die Sicherheitskräfte des Vereins nicht in der Lage gewesen sind, im Schalker Ultrablock das Einrollen eines Banners durchzusetzen, mit dem die griechischen Fans in ihrer Ehre verletzt und provoziert werden sollten. Dadurch habe die Gefahr einer unmittelbaren Eskalation der Gewalt bestanden.

In dem vom GdP-Landesvorsitzenden Arnold Plickert unterschriebenen Brief heißt es wörtlich: „Glauben Sie wirklich, meinen Kollegen macht es Spaß, in einem vollbesetzten Schalker Block einschreiten zu müssen, nur weil der Verein diese Situation nicht in den Griff bekommt?“

Dazu wäre der Verein aber verpflichtet gewesen. „Sie sind Inhaber des Hausrechts, ihre Stadion- und Versammlungsstättenverordnung regelt das Weitere. Also bleibt es Ihnen unbenommen, die Probleme im Stadion selbst zu lösen“, stellt der GdP-Vorsitzende fest. Allerdings sei es zweifelhaft, ob Schalke überhaupt in der Lage gewesen wäre, mit eigenen Sicherheitskräften eine Eskalation der Situation zu verhindern. „Ich bin mir nicht sicher, ob wir das Ende des Spiels noch erlebt hätten, wenn meine Kollegen nicht eingeschritten wären“, stellt Plickert fest.

Bereits mit Beginn des Einsatzes waren die im Schalker Ultrablock eingesetzten Polizisten massiv angegriffen worden. In dem offenen Brief an die Vereinsführung stellt der GdP-Vorsitzende dazu fest: „Ich hätte mir gewünscht, dass Schalke 04 sich öffentlich von den gewalttätigen Angriffen der Ultras distanziert hätte, statt die Verhältnismäßigkeit des Polizeieinsatzes in Frage zu stellen.“

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