Videoüberwachung in Hessen weiter ausbauen

27. August 2013 | Themenbereich: Hessen, Kriminalität | Drucken

Innenminister Boris Rhein warb heute für den Ausbau von Videoüberwachungsanlagen an Kriminalitätsbrennpunkten in ganz Hessen. Anlass dafür war die Übergabe eines Zuwendungsbescheids an die Stadt Limburg zur Erneuerung der Videoanlage am Bahnhofplatz in Limburg, die die Landesregierung mit 67.660 Euro unterstützt.

Innenminister Boris Rhein: „Die Videoüberwachung an Kriminalitätsbrennpunkten schützt die Menschen vor teils schweren Straftaten und hilft dabei Kriminelle zu überführen. Insbesondere die Videoüberwachungsanlage am Limburger Bahnhof hat sich dabei bewährt. Nur aufgrund von Aufnahmen der Anlage, konnte die Polizei erst kürzlich zwei eines versuchten Totschlages verdächtige Personen identifizieren und danach festnehmen.“

Ihnen wirft die Staatsanwaltschaft vor, einen Polizeibeamten attackiert und ihm schwerste Gesichtsverletzungen zugefügt zu haben. Der Beamte hatte zufällig beobachtet, wie ein Mann seine Kinder auf offener Straße mit Schlägen und Tritten misshandelte. Als der Polizist dazwischen ging, griffen der Mann und die ihn begleitende Frau den Beamten an. Ohne die Videoaufnahmen wäre eine Identifizierung der Tatverdächtigen vermutlich nur sehr schwer möglich gewesen.

„Videoüberwachung dient in Hessen dem Schutz der Menschen. Sie führt belegbar zu mehr Sicherheit und beeinträchtigt die Interessen der Betroffenen nicht mehr als notwendig, weil sie ausschließlich an Kriminalitätsbrennpunkten und in enger Zusammenarbeit mit dem Datenschutzbeauftragten zugelassen ist“, erklärt Innenminister Boris Rhein.

Bevor die Videoüberwachungsanlage am Limburger Bahnhof aktiv war, verzeichnete die Polizei 98 Straftaten jährlich – davon waren 46 Drogendelikte. 2012 lag die Anzahl der erfassten Drogendelikte bei 8. Somit konnte die Polizei die Drogenszene am Limburger Bahnhof nachhaltig – insbesondere mit Hilfe der Videoüberwachung – zerschlagen. Insgesamt sank das Kriminalitätsaufkommen im videoüberwachten Bereich um 44,9 % auf 54 Straftaten.

„Videoüberwachung allein kann diese Erfolge jedoch nicht erzielen. Sie muss eingebettet sein in ein polizeiliches Gesamtkonzept, um solche nachhaltige Erfolge bei der Kriminalitätsbekämpfung vorweisen zu können. Dafür hat die Landesregierung die nötigen Rahmenbedingungen geschaffen“, erklärte Innenminister Boris Rhein.

Die Anschaffungs- und Installationskosten von ca. 190.000 € für die Modernisierung der Limburger Videoanlage trägt die Stadt Limburg gemeinsam mit dem Land Hessen. Das notwendige Personal zur Überwachung und für den Betrieb stellt das Polizeipräsidium Westhessen zur Verfügung.

Videoüberwachungsanlagen gibt es derzeit in Hofheim am Taunus, Frankfurt am Main, Fulda, Gießen, Limburg, Kassel, Offenbach, Dietzenbach, Heusenstamm, Obertshausen, Bensheim, Kelsterbach, Bad Nauheim und in Wiesbaden.

„Die Polizei überwacht derzeit 18 Kriminalitätsbrennpunkte mit Hilfe von Videokameras und ich freue mich sehr, dass in Kürze auch in Bad Vilbel, Karben und Wetzlar neue Videoüberwachungsanlagen in Betrieb gehen. Unter dem Aspekt der Gefahrenabwehr übertrifft der Nutzen einer solchen Anlage bei weitem den damit verbundenen Personal- und Kostenaufwand. Insofern ist die Videoüberwachung von Kriminalitätsbrennpunkten eine nachhaltige Investition in die Zukunft unseres Landes“, erklärte Innenminister Bors Rhein abschließend.

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