Geld aus Verbotsverfahren hilft gemeinnützigen Vereinen

26. August 2013 | Themenbereich: Innenminister, Innere Sicherheit, Nordrhein Westfalen | Drucken

Zehn gemeinnützige Organisationen aus ganz Nordrhein-Westfalen freuen sich über eine unerwartete Finanzspritze aus Düsseldorf. „Wir unterstützen gemeinnützige Vereine und Stiftungen, indem wir beschlagnahmtes Vermögen für ihre Projekte und Einrichtungen weitergeben“, sagte NRW-Innenminister Ralf Jäger heute (26.8.) in Düsseldorf.

Der Minister überreichte Schecks in Höhe von jeweils 5.771,78 Euro an Vertreter von verschiedenen Vereinen aus Köln, Münster, Duisburg, Willich, Mönchengladbach, Gelsenkirchen, Bielefeld, Siegburg und Schwelm. Das Geld stammt aus einem Verbotsverfahren. Damals hatte das Innenministerium einen kriminellen Verein verboten, der unter dem Deckmantel gemeinnütziger Arbeit in die eigene Tasche gewirtschaftet hatte. Das Vermögen dieser Organisation wurde beschlagnahmt. Der Betrag ist nach den Vorschriften des Vereinsgesetzes für gemeinnützige Zwecke zu verwenden.

Nachdem die Verbotsverfügung jetzt rechtskräftig geworden ist, übergab Ralf Jäger die Spenden gleichmäßig aufgeteilt an mehrere Vereine. Der Innenminister lobte das Engagement der Organisationen und geht davon aus, dass sie mit der Spende vielen Menschen helfen können. „So wird das Geld, das in betrügerischer Absicht erschlichen wurde, doch noch einem guten Zweck zugeführt“, freute sich Ralf Jäger mit den Vereinsvertretern.

Folgende Vereine erhielten einen Scheck:

Verein Auf Achse aus Köln

Der Verein für Kinder-, Jugend- und soziale Hilfen unterstützt junge Obdachlose.

Forum für Integration und Bildung e.V. aus Köln

Der Verein organisiert kostenfreien Nachhilfeunterricht für Kinder und Jugendliche an Haupt- und Realschulen, deren Eltern sich bezahlten Unterricht finanziell nicht erlauben können.

Integrative Gruppen des Turnvereins Schiefbahn in Willich

Zum gemeinnützigen Turnverein gehören auch integrative Gruppen, in denen – neben gesunden Kindern – solche mit geistigen und körperlichen Behinderungen in Sportangeboten und Freizeitaktivitäten betreut werden.

Zornröschen e.V. aus Mönchengladbach

Die Kontakt- und Informationsstelle gegen sexuellen Missbrauch arbeitet eng mit Jugendamt, Polizei und Staatsanwaltschaften zusammen.

Ohrwerk e.V. aus Gelsenkirchen

Die stationäre Wohneinrichtung setzt sich für schwerhörige/ gehörlose junge Menschen aus schwierigen Familienverhältnissen ein.

Jugendtreff Track des Netzwerkes Queere Jugendarbeit in Münster

Der Treff bietet Jugendlichen mit unterschiedlichen sexuellen Orientierungen einen geschützten Raum, in dem sie sich kennenlernen können und professionell zu ihren individuellen Problemen beraten werden.

Kinderhospiz Bethel in Bielefeld

In das Kinderhospiz kommen unheilbar kranke Kinder, die eine intensive Pflege benötigen. Dadurch bekommen Eltern und Geschwister Unterstützung in einer schweren Zeit.

Jugendbehindertenhilfe Siegburg Rhein-Sieg e.V.

Die Jugendbehindertenhilfe fördert die Integration behinderter Kinder und Jugendlicher beispielsweise durch zwei integrative Kindertagesstätten.

Ruhrorter Hafenkids e.V. aus Duisburg

Der gemeinnützige Verein setzt sich für die Belange der Kinder und Jugendlichen im Stadtteil Ruhrort ein und macht Freizeitangebote. So lernen sie Verantwortung zu übernehmen und Konflikte friedlich zu lösen.

Jugendprojekt Xtra-Dry des Blauen Kreuzes Deutschland e.V. aus Schwelm

Die Jugendbegegnungsstätte bietet suchtpräventive und integrative Kinder- und Jugendarbeit an. Dabei werden Jugendliche ermutigt, ihre Freizeit ohne Alkohol und Drogen zu gestalten.

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