Optimale äußere Rahmenbedingungen für eine erfolgreiche Resozialisierung der Gefangenen

20. August 2013 | Themenbereich: Bayern, Strafvollzug | Drucken

Beim heutigen Richtfest für den Neubau der Justizvollzugsanstalt Augsburg-Gablingen hat Bayerns Justizministerin Dr. Beate Merk betont, dass sich eine moderne, auf dem Humanismus gründende Gesellschaft auch durch den Umgang mit ihren Straftätern auszeichnet. „Natürlich geht es beim Vollzug einer Freiheitsstrafe auch heute noch um Strafe, um Buße und um die Sicherheit der Bevölkerung. Und natürlich heißt dies nicht, dass wir einen „Hotelvollzug“ wollen! Eine Justizvollzugsanstalt ist keine Luxusherberge – und das wird in Bayern auch so bleiben! Justizvollzugsanstalten sind aber keine reinen Verwahranstalten mehr. Sie sind vielmehr Orte, die den Täter befähigen sollen, künftig ein Leben in sozialer Verantwortung ohne Straftaten führen zu können“, so Merk „Mit dem Neubau in Gablingen schaffen wir optimale äußere Rahmenbedingungen für einen modernen, behandlungsorientierten Justizvollzug. Und damit für eine möglichst erfolgreiche Resozialisierung der Gefangenen – zum Schutz unserer Bevölkerung!“

Die Ministern weiter: „Der Neubau ist auch dringend notwendig, denn die Rahmenbedingungen in der alten Justizvollzugsanstalt Augsburg sind alles andere als optimal.“ Die auf zwei Gebäudekomplexe (Karmelitengasse und Hochfeld) verteilte Anstalt stößt an ihre Kapazitätsgrenze, hat zum Teil eine veraltete Bausubstanz und ist nicht erweiterungsfähig.

In Augsburg-Gablingen entsteht bis Herbst 2015 Bayerns modernste Justizvollzugsanstalt mit einer Nutzfläche von 23.000 qm und 609 Haftplätzen für männliche erwachsene Gefangene. Das Gesamtinvestitionsvolumen beträgt 100,8 Mio. €; davon werden 20 Mio. € aus den Mitteln der Zukunftsstrategie „Aufbruch Bayern“ finanziert.

Merk abschließend: „Trotz seiner Größe und Komplexität schreitet der Bau rasch voran. Ich bin daher mehr als zuversichtlich, dass wir im Herbst 2015 eine mit modernster Technik ausgestattete Anstalt in Betrieb nehmen können, die den höchsten Sicherheitsanforderungen entspricht und mit ihrer hellen und freundlichen Architektur die tägliche Arbeit unserer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter und letztlich die hier untergebrachten Täter positiv beeinflussen wird.“

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