‚Rettungskette Forst‘

16. August 2013 | Themenbereich: Bayern, Bevölkerungsschutz | Drucken

Innenminister Joachim Herrmann hat heute in Erlangen die bayernweite ‚Rettungskette Forst‘ vorgestellt. „Mit der ‚Rettungskette Forst‘ werden wir bis Anfang 2014 bayernweit 12.000 Treffpunkte in unseren Wäldern festlegen. Dank ihnen kann im Unglücksfall ein Hilfesuchender über den Notruf schnellstmögliche und zielgenaue Hilfe organisieren“, so der Innenminister. Derzeit bauen die bayerischen Waldbesitzer in enger Zusammenarbeit mit den Integrierten Leitstellen für die Feuerwehren und Rettungsdienste das bayernweite einheitliche Netzwerk an Rettungstreffpunkten auf. An den Treffpunkten ist ein nummeriertes Schild, das die genaue Lage angibt. So soll in Bayerns Wäldern durchschnittlich alle 2,5 Kilometer ein Rettungstreffpunkt zu finden sein. Herrmann: „Für die Erholungssuchenden und Arbeiter im Wald bedeutet das ein Mehr an Sicherheit.“

Die bayerischen Wälder locken viele Erholungssuchende und Freizeitsportler an. Auch verrichten dort viele Privatwaldbesitzer und Waldarbeiter ihre zum Teil gefahrengeneigten Arbeiten. Wenn es im Wald zu einem Unfall kommt, kann schnelle Hilfe überlebenswichtig sein. Der Faktor Zeit spielt dann oft eine entscheidende Rolle. Joachim Herrmann: „Bei einem Unfall im Wald stehen die Betroffenen vor einem Problem. Zum einen wissen viele Menschen nur ungefähr, wo sie sich gerade befinden. Zum anderen lässt sich der Unfallort den Integrierten Leitstellen oft nur schwer beschreiben. Das wollen wir mit der ‚Rettungskette Forst‘ ändern und so kostbare Zeit für die Rettung von Menschen gewinnen.“ Wenn die Integrierten Leitstellen an den Rettungstreffpunkten alarmiert worden sind, können die Begleiter eines Verunglückten die Rettungskräfte dort erwarten und zum Unfallort führen.

Neben der Beschilderung der Wälder mit Rettungstreffpunkten setzt die ‚Rettungskette Forst‘ auch auf moderne Technik. Mit einer kostenlosen, im Internet verfügbaren App soll künftig jeder mit einem internetfähigen Handy von seinem aktuellen Standort im Wald zum nächstgelegenen Rettungspunkt finden. Zusätzlich können über das Internet kostenlos Karten heruntergeladen werden. Seit ein paar Wochen schon werden alle bereits verfügbaren Rettungstreffpunkte nacheinander ins Netz gestellt. Bis Anfang 2014 werden dann alle Punkte online verfügbar sein.

Innenminister Herrmann demonstrierte die Funktionsweise der ‚Rettungskette Forst‘ auch im Rahmen einer Schauübung mit dem Rettungsdienst des Bayerischen Roten Kreuzes (BRK) Kreisverband Erlangen-Höchstadt. Ein Fahrradfahrer war im Wald verunglückt und konnte nicht mehr alleine aufstehen. An einem Rettungstreffpunkt informierte der Innenminister die Integrierte Leitstelle und konnte so schnellstmöglich den Rettungsdienst zu dem Verunglückten lotsen.

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