„Investitionen in Katastrophenschutz haben höchste Priorität“

16. August 2013 | Themenbereich: Feuerwehr - Katastrophenschutz, Schleswig-Holstein | Drucken

Der Katastrophenschutz in Schleswig-Holstein wird technisch weiter aufgerüstet und modernisiert. Innenminister Andreas Breitner stellte am Freitag (16. August) auf dem Geländes der Landesfeuerwehrschule in Harrislee (Kreis Schleswig-Flensburg) 25 neue Einsatzfahrzeuge und vier Hochleistungspumpen offiziell in Dienst. Die Beschaffungskosten in Höhe von insgesamt 3,6 Millionen Euro haben der Bund (1,1 Millionen Euro), das Land (950.000 Euro), die Kreise und kreisfreien Städte (650.000 Euro) sowie die Energieversorgungsunternehmen E.ON und Vattenfall (900.000 Euro) gemeinsam aufgebracht.

„“Der Staat und die Wirtschaft leisten damit einen wichtigen Beitrag, um die Leistungsfähigkeit der Einsatzkräfte weiter zu sichern und zu verbessern““, sagte Breitner bei der Übergabe der Fahrzeuge an die Vertreter der Kommunen und Katastrophenschutzorganisationen. Der Katastrophenschutz sei eine Kernaufgabe des Staates. Wie wichtig er sei, habe sich vor wenigen Wochen im Kampf gegen das Elbehochwasser wieder gezeigt. „“Katastrophenschutz rettet Menschenleben““, sagte der Breitner. Investitionen in eine moderne Ausstattung und leistungsfähige Katastrophenschutzeinheiten müssten daher in jedem öffentlichen Haushalt höchste Priorität haben.

Die Fahrzeuge verstärken den Sanitätsdienst mit Notfallkrankentransportwagen und Gerätewagen, die Logistik- und Betreuungseinheiten mit Lastwagen und einem Kochmodul, den ABC-Dienst mit einem Reaktorerkundungstruppwagen sowie den Führungsdienst mit Einsatzleitwagen und den erstmals im Katastrophenschutz zum Einsatz kommenden so genannten ATV-Quads, die die Erkundung in schwer zugänglichem Gelände und den Transport von Kartenmaterial und Einsatzunterlagen ermöglichen.

Die aus Mitteln der Feuerschutzsteuer finanzierten Hochleistungspumpen, die auf vier Standorte verteilt werden und bereits bei dem Elbehochwasser im Juni im Einsatz waren, sollen in ganz Schleswig-Holstein bei Ereignissen wie zum Beispiel dem Hochwasser in der Haseldorfer Marsch oder den Überschwemmungen in Gelting und Kellinghusen die örtlichen Feuerwehren bei ihrem Einsatz unterstützen und in die Lage versetzen, der teils gewaltigen Wassermassen Herr zu werden.

Die Gerätewagen-Sanität gehören zur Medizinischen Task Force des Bundes und sind wesentlicher Bestandteil des neuen Ausstattungskonzeptes, das zwischen Bund und Ländern abgestimmt wurde und den Katastrophenschutz in den Ländern ergänzt. Es sind die ersten sieben von insgesamt 15 Fahrzeugen, die der Bund dem Land Schleswig-Holstein zur Verfügung stellt. Aufgabe der Medizinischen Task Force ist die Versorgung von Patienten. Durch den Aufbau und Betrieb eines Behandlungsplatzes werden Helfer in die Lage versetzt, eine Katastrophe mit einem Massenanfall von Verletzten zu bewältigen.

Sechs von den Energieversorgungsunternehmen finanzierten Reaktorerkundungstruppkraftwagen verstärken die Löschzüge Gefahrgut in den Kreisen Herzogtum Lauenburg, Pinneberg, Steinburg und Stormarn für ihre Aufgaben bei Unglücken im Zusammenhang mit radioaktiven Stoffen.

Die Fahrzeuge und Hochleistungspumpen verteilen sich wie folgt:

Flensburg: 1 Gerätewagen Logistik,1 Notfall-Krankentransportwagen Typ B.

Kiel: 1 Gerätewagen Sanität, 1 Führungskraftwagen.

Lübeck: 1 Gerätewagen Sanität,1 Gerätewagen Großunfall,1 Hochleistungspumpe.

Neumünster: 1 Gerätewagen Logistik.

Kreis Herzogtum Lauenburg: 3 Reaktorerkundungskraftwagen,

1 Mehrzweckfahrzeug, 1 Gerätewagen Sanität, 1 Hochleistungspumpe.

Kreis Nordfriesland: 1 Gerätewagen Logistik, 1 Hochleistungspumpe.

Kreis Ostholstein: 1 Gerätewagen Sanität.

Kreis Pinneberg: 1 Reaktorerkundungstruppkraftwagen, 2 Quad – ATV.

Kreis Plön: 1 Gerätewagen Sanität.

Kreis Segeberg: 1 Gerätewagen Sanität, 1 Einsatzleitwagen.

Kreis Steinburg: 1 Führungskraftwagen, 2 Reaktorerkundungskraftwagen,

1 Hochleistungspumpe.

Kreis Stormarn: 1 Gerätewagen Sanität, 1 Reaktorerkundungskraftwagen.

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