Führungsaufsicht und Bewährungshilfe sind seit zwei Jahren erfolgreich vereint

1. August 2013 | Themenbereich: Justiz, Mecklenburg-Vorp. | Drucken

„Es war richtig und notwendig, vor zwei Jahren in Rostock das Landesamt für ambulante Straffälligenarbeit (LaStar) zu gründen. Die Führungsaufsichtsstellen wurden mit der Bewährungshilfe und der forensische Ambulanz vereint. Seitdem gibt es für Verurteilte eine einzige Anlaufstelle, die sie nach der Haft oder in der Bewährungszeit sowohl unterstützt als auch kontrolliert. Durch dieses verzahnte System arbeiten Staatsanwaltschaften, Gerichte, Polizei und Jugendämter reibungsloser zusammen. Das dient der Sicherheit der Bevölkerung“, sagte Justizministerin Kuder.

Im Jahr 2005 standen in Mecklenburg-Vorpommern noch knapp 500 Menschen unter Führungsaufsicht, heute sind es 820 Menschen. Darunter sind 146 Probanden, vor allem Sexualstraftäter, die im Projekt „Für optimierte Kontrolle und Sicherheit“ (FoKuS) die intensivste Führungsaufsicht bekommen. „Das heißt zwar nicht Überwachung rund um die Uhr. Aber mit ihren Weisungen und Auflagen wird die Führungsaufsicht von den Betroffenen akzeptiert, da sie wissen, dass Verstöße konsequent geahndet werden. Mecklenburg-Vorpommern nimmt in Deutschland auf dem Gebiet der Bewährungshilfe und Führungsaufsicht eine Vorreiterstellung ein. Andere Bundesländer, selbst die EU, sind auf die Arbeit des LaStar aufmerksam geworden. Den 84 Bewährungshelfern gilt mein Dank. Sie helfen dabei, Rückfall-Gefahren von Straftätern zu vermeiden. Vorbeugen ist beste Sicherheitspolitik“, so die Ministerin.

Das Landesamt für ambulante Straffälligenarbeit M-V (LaStar) wurde am 1. April 2011 gegründet. In Rostock sind seitdem die Sozialen Dienste der Justizsowie die zentrale Führungsaufsichtsstelleund die Forensische Ambulanzin einer Behörde organisiert. Das LaStar hat 113 Beschäftigte, darunter Sozialarbeiter und Psychologen.

 

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