Lkw-Parkleitsystem

31. Juli 2013 | Themenbereich: Bayern, Verkehr | Drucken

Bayerns Innenminister Joachim Herrmann hat heute gemeinsam mit dem Parlamentarischen Staatssekretär im Bundesverkehrsministerium, Dr. Andreas Scheuer, an der Tank- und Rastanlage Feucht-Ost ein neues Lkw-Parkleitsystem vorgestellt. „Auf der BAB 9 zwischen Nürnberg und München bauen wir an 21 größeren Parkplätzen sowie Tank- und Rastanlagen für fünf Millionen Euro das bundesweit erste intelligente Lkw-Parkleitsystem „, so Herrmann. „Mit dieser innovativen Technik unterstützen wir Lastwagenfahrer bei der Parkplatzsuche und weisen gezielt auf freie Kapazitäten hin. Damit verhindern wir längeres Parkplatzsuchen und nicht ordnungsgemäß abgestellte Lkw.“ Das sei Service für die Lkw-Fahrer und insbesondere auch ein erheblicher Gewinn an Verkehrssicherheit, sagte Herrmann mit Blick auf das neue Bayerische Verkehrssicherheitsprogramm ‚Bayern mobil – sicher ans Ziel‘. Zudem würden die Rastanlagen besser ausgelastet. Bereits nächstes Jahr soll das neue Lkw-Parkleitsystem in Betrieb gehen.

Wie der Innenminister erläuterte, werde die Nachfrage nach Lkw-Stellplätzen in den kommenden Jahren weiter steigen. Die aktuelle Güterverkehrsprognose gehe für Bayern bis 2025 von einem Wachstum von rund 50 Prozent aus. „Seit 2007 testen wir deshalb zusammen mit der Zentralstelle für Verkehrsmanagement die Einsatzfähigkeit und Erfassungsgüte verschiedener Lkw-Parkleitsysteme“, erklärte Herrmann. Er setze darüber hinaus auch auf den Ausbau der Lkw-Stellflächen: „Mit unserem speziellen Ausbauprogramm haben wir von 2008 bis 2012 rund 2.300 Lkw-Stellflächen neu gebaut. Dieses und nächstes Jahr werden voraussichtlich rund 1.000 weitere dazu kommen.“ Allein 2013 seien dafür etwa 25 Millionen Euro eingeplant.

Bei dem neuen Parkleitsystem an der BAB 9 erfolgt die Belegungserfassung an den Ein- und Ausfahrten. Dabei wird zwischen Pkw und Lkw unterschieden. Der Lkw-Fahrer erhält die Stellplatzinformationen über Smartphones, Onboardunits sowie Rundfunkanstalten und kann innerhalb der Rastanlage seinen Stellplatz frei wählen. Hier plant Herrmann noch weitere Verbesserungen: „In Zukunft wollen wir mit dem sogenannten ‚telematikgesteuerten Kompaktparken‘ auf den bestehenden Rastanlagen zusätzliche Stellplätze schaffen.“ Dabei werde die Stellplatznutzung dynamisch so geregelt, dass bis zu 50 Prozent mehr Lkw geordnet abgestellt werden können. „Ein entsprechendes Pilotvorhaben bereiten wir derzeit an der Rastanlage Jura an der BAB 3 bei Neumarkt vor.“

Aktuelle Informationen seien das A und O für einen möglichst reibungslosen Straßenverkehr, hob Herrmann abschließend hervor. Gerade das Internetportal ‚Bayerninfo‘ der Obersten Baubehörde liefere in Echtzeit unter www.bayerninfo.de wertvolle Informationen zur Verkehrslage für alle Verkehrsteilnehmer, künftig auch die Lkw-Parkbelegungsdaten. Diese können beispielsweise komfortabel über eine kostenlose App abgerufen werden. „Zusätzlich errichten wir entlang der BAB 9 an Verkehrsschwerpunkten spezielle Informationssäulen“, ergänzte der Innenminister. „Auch ohne Smartphone können Sie sich dann vor Ort über die aktuelle Verkehrssituation informieren und ihre Fahrt entsprechend ausrichten.“

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