Neues Justizzentrum in Cottbus nimmt Gestalt an

26. Juli 2013 | Themenbereich: Brandenburg, Justiz | Drucken

Das künftige Justizzentrum in Cottbus, in das bis Ende 2014 die gesamte Staatsanwaltschaft sowie große Teile des Amtsgerichtes einziehen sollen, nimmt Gestalt an. Justizminister Volkmar Schöneburg überzeugt sich davon heute bei einem Besuch des etwa 14.000 qm großen ehemaligen Knappschaftsgebäudes in der Thiemstraße 129/130. Umgezogen in den sechsgeschossigen Bau sind bereits die Wirtschaftsabteilung der Staatsanwaltschaft sowie die Straf- und Vormundschaftsabteilungen des Amtsgerichts. In den vergangenen 17 Jahren waren diese zwei Gerichtsbereiche in einem Dauerprovisorium im Südeck untergebracht.

Schöneburg: „Auf die Anforderungen der Zukunft stellt sich die Justiz in Cottbus auch baulich geschickt ein. Die Unterbringung im Südeck mit seinen unhaltbaren Zuständen für die Beschäftigten des Amtsgerichtes ist Geschichte. Darüber hinaus schafft das neu bezogene Gebäude für den Bereich der Staatsanwaltschaft die räumlichen Voraussetzungen für die praktische Umsetzung der vom Parlament beschlossenen Neuordnung der Landgerichtsbezirke.“

Denn mit dem reformbedingt um den Amtsgerichtsbezirk Königs Wusterhausen erweiterten Landgerichtsbezirk Cottbus geht auch eine Personalaufstockung der Staatsanwaltschaft Cottbus um etwa sieben Ankläger und 15 weitere Mitarbeiter einher.

Eine Effizienzsteigerung ist darüber hinaus zu erwarten, wenn neben der Strafabteilung des Amtsgerichts ab Oktober 2014 auch die gesamte Staatsanwaltschaft in der Thiemstraße 129/130 untergebracht sein wird. Allein in ihrem Bereich wird der Wegfall des bis dahin erforderlichen Aktentransports zwischen Haupt- und Nebenstelle Potenzial freisetzen.

Unter dem Aspekt der Sicherheit setzt das Justizzentrum ebenfalls Maßstäbe. Die vom Justizministerium entwickelten Sicherheitsstandards konnten mehr als erfüllt werden, so dass das Gebäude in der Thiemstraße 129/130 derzeit als sicherstes öffentliches Justizgebäude des Landes gelten kann.

Mit dem ehemaligen Knappschaftshaus nutzt die Justiz ein von 1972 bis 1975 errichtetes Gebäude, das ab Mitte 2012 für die speziellen Erfordernisse des Amtsgerichts sowie der Staatsanwaltschaft umgebaut und modernisiert worden ist.

Als Knappschaftsgebäude ist der Komplex in Cottbus deshalb bekannt, weil die gemeinsame Kontenklärungsstelle von Bundesknappschaft und Deutscher Rentenversicherung Bund bis zum Jahr 2009 ihren Sitz dort hatte. Zwischen 1975 und 2002 hatten die VEB BMK Kohle und Energie Kombinatsbetrieb Forschung und Projektierung Cottbus und die daraus hervorgegangene Arcus Planung + Beratung Bauplanungsgesellschaft mbH Cottbus das Gebäude genutzt.

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