Null Toleranz für gewaltbereite Fußballfans

25. Juli 2013 | Themenbereich: Rheinland-Pfalz | Drucken

Innenminister Roger Lewentz hat zur jetzt beginnenden Fußballsaison eine Null-Toleranz-Strategie gegen gewalttätige Fußballfans angekündigt. „Wer die Grenzen zur Strafbarkeit überschreitet, muss mit Konsequenzen rechnen“, sagte Lewentz am Donnerstag bei einem Besuch der Bereitschaftspolizei in Mainz-Hechtsheim. Zur Sicherheitsstrategie der rheinland-pfälzischen Polizei gehöre neben hartem Vorgehen gegen Hooligans aber auch eine intensive Kooperation mit allen Beteiligten. „Die enge Zusammenarbeit mit Vereinen, Verbänden, den Kommunen und Fanprojekten, der Deutschen Bahn und der Bundespolizei hat für uns oberste Priorität“, sagte der Innenminister. Sicherheit könne nur von allen Akteuren gemeinsam gewährleistet werden.

Lewentz betonte, dass die direkte Kommunikation zwischen Polizei und Fans ebenfalls eine wichtige Säule der Einsatzstrategie der Polizei sei. „Wir wollen durch Information zu allen Aspekten des Einsatzes Transparenz über die polizeiliche Arbeit gewährleisten“, sagte er. Den Angaben des Ministers zufolge gab es in der Fußballsaison 2012/2013 insgesamt 149 Spiele. „83 davon sind ohne jede Störung abgelaufen. Das zeigt, dass die meisten der 1,3 Millionen Zuschauer friedlich den Sport genießen wollen.“ Dennoch habe es in der vergangenen Spielzeit 249 Strafverfahren (2011/12: 286) gegeben. Erfreulich sei allerdings die mit 72 geringe Zahl verletzter Personen (2011/12: 76), trotz der hohen Anzahl von Konfliktspielen. Laut Innenminister werden in Rheinland-Pfalz 495 Fußballfans als gewaltneigend und 180 als gewaltsuchend eingestuft. „Gegen diese Personen werden die Polizeibeamtinnen und Polizeibeamten konsequent vorgehen“, betonte Lewentz.

Ein weiteres wichtiges Standbein der polizeilichen Maßnahmen beschäftigt sich mit den Reisewegen der Fans: „Gewalt im Fußball verlagert sich immer mehr auf die Raststätten entlang der Autobahnen oder in die Züge und Bahnhöfe“, sagte Lewentz. Daher gebe es im gesamten Land sechs Interventionsstandorte (Koblenz, Montabaur, Gau-Bickelheim, Ruchheim, Schweich und Kaiserslautern) für Buskontrollen an frequentierten Verkehrswegen. Die Polizistinnen und Polizisten seien somit an den Reiserouten schnell verfügbar. „Wir alle wollen auch in der kommenden Saison einen attraktiven und erfolgreichen Fußball unserer rheinland-pfälzischen Vereine sehen. Das soll für alle Fans ein sicheres und entspanntes Sporterlebnis werden“, fügte der Minister hinzu.

 

 

 

 

 

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