Europol zu Gast in Bayern

18. Juli 2013 | Themenbereich: Bayern, Innere Sicherheit | Drucken

Am 26./27. Juni 2013 veranstaltete das Bayerische Landeskriminalamt (BLKA) zusammen mit Europol und dem Bundeskriminalamt eine sogenannte Roadshow, bei der die europäische Polizeibehörde Europol ihre Service- und Unterstützungsmöglichkeiten für die nationalen Polizeibehörden vorstellte. Europol startete 2010 diese Initiative mit dem Ziel, die Zusammenarbeit mit den Strafverfolgungsbehörden der EU-Mitgliedstaaten zu intensivieren.

Rund 200 Gäste, darunter u. a. Polizeibeamtinnen und Polizeibeamte der Bundesländer Baden-Württemberg, Berlin und Bayern, der Bundespolizei, Beamte des Zollfahndungsamtes, des Zollkriminalamtes, Teilnehmerinnen und Teilnehmer aus den EU-Mitgliedsländern Österreich und der Schweiz sowie der Staatsanwaltschaften und der Justiz aus Baden-Württemberg und Bayern folgten der gemeinsamen Einladung des Bayerischen Landeskriminalamts, des Bundeskriminalamts sowie Europols und nahmen an der Veranstaltung im Kloster Banz teil, um die Möglichkeiten der europäischen Polizeibehörde besser kennen zu lernen.

In Zeiten grenzüberschreitender Kriminalität ist es für eine erfolgreiche Polizeiarbeit unerlässlich, dass europäische Polizeidienststellen eng zusammenarbeiten. Europol stellt hierbei einen wichtigen Kooperationspartner dar. Durch die vom Bayerischen Landeskriminalamt im Vorfeld abgefragten Interessenlagen orientierten sich die Vorträge der Roadshow, wie beispielsweise zu den Themen Cybercrime, Betäubungsmittelkriminalität und Zahlungskriminalität thematisch an den Bedürfnissen der Teilnehmer. Zudem bestand die Möglichkeit an verschiedenen Workshops, z. B. zum Thema Menschenhandel, Kfz-Verschiebung und Zigarettenschmuggel teilzunehmen.

BKA Präsident Jörg Ziercke: „Mit der Durchführung der dritten Europol-Roadshow in Deutschland konnten nunmehr insgesamt rund 700 Teilnehmerinnen und Teilnehmer aus 12 Bundesländern erreicht werden, um sich über die vielfältigen Unterstützungsmöglichkeiten Europols zu informieren. Darüber hinaus konnten sich die Teilnehmerinnen und Teilnehmer in verschiedenen Workshops zu konkreten operativen Fragen austauschen. Ich sehe diese Veranstaltungsreihe als wichtigen Schritt zu unserem gemeinsamen Ziel einer noch stärkeren internationalen Zusammenarbeit aller Strafverfolgungsbehörden bei der Bekämpfung sämtlicher Formen international Organisierter Kriminalität.“

BLKA Vizepräsidentin Petra Sandles: „Diese Tagung ist die ideale Gelegenheit, sich über die Möglichkeiten der europäischen Polizeibehörde Europol zu informieren und Kontakte zu Kollegen aus anderen Bundesländern und Nachbarländern zu knüpfen.“

EUROPOL Head of Business Corporate Services Dietrich Neumann: „Ich begrüße, dass die bayrische Polizei und das Bundeskriminalamt ein solches Seminar mit über 200 Teilnehmern aus Österreich, der Schweiz und fünf deutschen Bundes- und Landespolizeien und dem Zoll organisiert hat. Sehr häufig beginnen Ermittlungen zur organisierten internationalen Kriminalität im regionalen Bereich. Experten und Analysten von Europol erkennen vorrausschauend die internationalen Verbindungen der organisierten Kriminalität und terroristischer Gruppierungen. Europol steht im Zentrum der europäischen Sicherheitsarchitektur; 24 Stunden pro Tag, 7 Tage in der Woche. Als Kompetenz- und Koordinierungszentrum der EU bietet Europol mit seinen hochqualifizierten Experten eine zentrale Plattform, um wirksam gegen international agierende kriminelle Gruppen vorzugehen und ihre illegalen Gewinne zu beschlagnahmen. Europols Expertise und der Einsatz modernster Technologie führen jährlich in mehr als 10.000 Fällen zu operativen Erfolgen weltweit. Die Sicherheitsbehörden Deutschlands, Österreichs und der Schweiz nutzen seit Jahren erfolgreich die Erfahrung und Expertise Europols bei der Bekämpfung des Drogen- und Menschenhandels, der Lebensmittel- und Medikamentenfälschung; in Fällen des Betrugs im Zusammenhang mit internationalen Sportereignissen, der Cyber-Kriminalität, illegalen Finanzgeschäften sowie der Geldwäsche und Geldfälschung. Europols Ziel ist es, zusammen mit den Strafverfolgungsbehörden der Mitgliedsstaaten Europa für alle Bürger der EU sicherer zu machen.“

Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer der Roadshow waren sich einig, dass die Veranstaltung ein großer Erfolg war, da nicht nur die Möglichkeiten von Europol dargestellt, sondern auch viele persönliche Kontakte zwischen den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der Sicherheitsbehörden ermöglicht wurden.

 

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