Projekt gegen Jugendgewalt und für interkulturellen Dialog

16. Juli 2013 | Themenbereich: Baden-Württemberg, Innere Sicherheit | Drucken

Das friedliche Miteinander von unterschiedlichen Kulturen und Religionen ist eine wichtige Aufgabe, vor allem für die Integrationspolitik der Großstädte. Hier ist der Anteil an Jugendlichen mit Migrationshintergrund besonders hoch. Damit gehen auch Konflikte und Gewalt unter Jugendlichen einher.

Das Ministerium für Integration fördert im Zeitraum vom 1. April 2013 bis 31. März 2015 das Projekt „JugendWelt in Stuttgart“ mit 100.000 Euro. Träger der Initiative ist der Verein „Deutsche Jugend aus Russland“. Jugendgewalt hat viele Gründe, zum Beispiel zunehmende Armut, Ausgrenzung, Perspektivlosigkeit, Verlust sozialer Bindungen, soziale und kulturelle Gegensätze sowie innerfamiliäre Konflikte. „Wir unterstützen das Stuttgarter Projekt, weil interkulturelle Jugendverbandsarbeit Gewalt und Ausgrenzung entgegen wirken kann“, sagte Ministerin Bilkay Öney heute (16. Juli 2013) in Stuttgart. „Gute Jugendarbeit stärkt Selbstbewusstsein und Verantwortungsgefühl, zeigt Perspektiven auf und baut Vorurteile ab“, so Öney.

Vor allem junge Zuwanderinnen und Zuwanderer sollen davon abgehalten werden, sich gewaltorientierten Gleichaltrigen anzuschließen. Impulse bereits aktiver Gang-Mitglieder greift das Modellprojekt „JugendWelt in Stuttgart“ auf und setzt interkulturellen Dialog sowie gleichberechtigte Teilhabe entgegen. Zudem sollen straffällige und gefährdete junge Migrantinnen und Migranten beim Ausstieg aus der Kriminalität begleitet werden.

Der Träger „Deutsche Jugend aus Russland“ bringt verschiedene Instrumente und Methoden in das Projekt ein, um die Eigeninitiative und das Selbstbewusstsein der jungen Menschen zu stärken. Beispiele dafür sind sogenannte Empowerment-Konzepte, Fall-Management und die Einbeziehung der Peer-Gruppen. Die Beziehungen Jugendlicher zu ihren Altersgenossen ist ein besonders wichtiger Ansatzpunkt für gelingende Jugendarbeit. Die Initiative will junge Menschen dazu ermutigen, selbst Verantwortung in der Jugendarbeit zu übernehmen und sich hierfür ausbilden zu lassen.

Deutsche Jugend aus Russland

Der Verein „Deutsche Jugend aus Russland“ (DJR) ist von jugendlichen Russlanddeutschen gegründet worden. Der Verein zeichnet sich durch Offenheit und Multikulturalität aus. Jede und jeder kann Mitglied werden und die Angebote der DJR nutzen. Seit Oktober 2001 ist die DJR-Kreisgruppe Stuttgart Mitglied im Stuttgarter Stadtjugendring und seit November 2001 Träger der freien Jugendarbeit. Die DJR ist ein freiheitlich demokratischer, überparteilicher und überkonfessioneller Jugendverband. Er ist sowohl auf Bundesebene als auch in neun Bundesländern auf insgesamt 42 Landes-, Kreis- und Ortsebenen aktiv.

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