Kiel bekommt sein erstes Fan-Projekt gegen Gewalt im Fußball

5. Juli 2013 | Themenbereich: Schleswig-Holstein | Drucken

Das schleswig-holsteinische Innenministerium unterstützt mit jährlich 45.600 Euro aus Sportfördermitteln das erste Fan-Projekt in der Landeshauptstadt Kiel zur Gewaltprävention im Fußball. Innenminister Andreas Breitner übergab den entsprechenden Zuwendungsbescheid am Donnerstag (4. Juli) an Stadtrat Adolf-Martin Möller. Die Stadt Kiel stellt ebenfalls 45.600 Euro im Jahr zur Verfügung; der Deutsche Fußballbund (DFB) steuert 91.200 Euro jährlich hinzu. Der Träger des Fan-Projekts ist die Arbeiterwohlfahrt (AWO), die bundesweit bereits elf ähnliche Projekte betreut. Insgesamt gibt es in Deutschland inzwischen rund 50 Fan-Projekte gegen Gewalt im Fußball, eines davon seit 2008 in der Hansestadt Lübeck.

„“Das Geld ist sinnvoll angelegt und kommt zum richtigen Zeitpunkt““, sagte Breitner. Mit dem Aufstieg des KSV Holstein in die 3. Liga würden mehr Fans, darunter bedauerlicherweise auch gewaltbereite, zu den Spielen kommen. Gewaltbereite junge Fußballfans ließen sich nicht allein mit repressiven Maßnahmen von ihrer Aggressivität abhalten. „“Wir müssen unmissverständlich deutlich machen, dass Gewalt nicht zum Fußball gehört““, sagte Breitner. Daher müssten gewalttätige und extremistische Einstellungen so früh wie möglich und dauerhaft abgebaut werden. Sozialpädagogisch orientierte Prävention trage dazu bei, Straftaten zu verhindern und die Polizei zu entlasten.

Nach Angaben der Stadt Kiel findet die Fanarbeit unter anderem im Stadion, auf Auswärtsfahrten und im Fan-Treff statt. Der Arbeitsschwerpunkt wird in der mobilen Jugendarbeit liegen. Daneben wird das Fanprojekt einen wichtigen Beitrag zur Kommunikation zwischen allen am Fußballereignis beteiligten Personen und Institutionen leisten. Als Anlaufstelle für die Fans werden Container als Fan-Treff neben dem Holsteinstadion aufgestellt. Voraussichtlich werden drei Mitarbeiter das Fan-Projekt betreuen.

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