Neue Arbeitsstelle „Jugendgewaltprävention“ nimmt am 1. Juli ihre Tätigkeit auf

28. Juni 2013 | Themenbereich: Berlin, Prävention | Drucken

Im Rahmen des Gesamtkonzepts zur Reduzierung der Jugendgewaltdelinquenz hat die Landeskommission Berlin gegen Gewalt gemeinsam mit anderen Senatsverwaltungen eine Arbeitsstelle Jugendgewaltprävention initiiert. Diese nimmt am 1. Juli 2013 ihre Tätigkeit auf.

Mit der Einrichtung der Arbeitsstelle ist das Ziel verbunden, bei der Umsetzung des Konzepts wissenschaftlichen Sachverstand zu nutzen und die Weiterentwicklung von Präventions- und Interventionsmaßnahmen im Bereich der Jugendgewaltdelinquenz wissenschaftlich zu stützen. Dazu wird die Arbeitsstelle ein Evaluationskonzept und Qualitätsstandards entwickeln, Veranstaltungen und Workshops durchführen und Empfehlungen an die politisch Verantwortlichen geben.

Aus dem in den zurückliegenden Monaten durchgeführten europaweiten Vergabeverfahren ging die Camino gGmbH, Werkstatt für Fortbildung, Praxisbegleitung und Forschung im sozialen Bereich, unter der Projektleitung von Frau Dr. Karliczek als beste Bewerberin hervor. Von Camino wird die Arbeitsstelle Jugendgewaltprävention am 1. Juli 2013 eingerichtet, mit Fachkräften besetzt und in den nächsten fünf Jahren bis 2018 betrieben. Außerdem wird eine Koordinierungsgruppe aus Vertreterinnen und Vertretern der beteiligten Senatsverwaltungen gebildet, die die Tätigkeit der Arbeitsstelle begleitet.

Die Arbeitsstelle Jugendgewaltprävention bearbeitet insbesondere folgende fachliche Schwerpunkte des Gesamtkonzepts zur Reduzierung der Jugendgewaltdelinquenz:

  •  Stärkung der Erziehungskompetenz
  •  Stärkung sozialer Kompetenz durch Schule
  •  Ächtung von Gewalt
  •  Kooperation mit Migrantenorganisationen
  •  Stärkung von Institutionen, Sicherung des gesetzlichen Auftrags
  •  Verbesserung der Arbeit mit Intensiv- und Schwellentätern
  •  Spezielle Angebote zur Wiederherstellung des Rechtsfriedens, Aussöhnung zwischen Tätern und Opfern im Sinne gesteigerten Opferschutzes
  •  Intensive pädagogische Betreuung
  •  Sensibilisierung der Fachkräfte

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