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Rechtsextremismus-Ausstellung ‚Die braune Falle‘

Innenstaatssekretär Gerhard Eck hat heute im Innenministerium im Beisein des Ständigen Vertreters des Vizepräsidenten des Bundesamtes für Verfassungsschutz, Thomas Haldenwang, und des Präsidenten des Bayerischen Landesamtes für Verfassungsschutz, Dr. Burkhard Körner, die Ausstellung ‚Die braune Falle‘ eröffnet. Dabei betonte der Innenstaatssekretär die Bedeutung der Prävention bei der Bekämpfung des Rechtsextremismus: „Wir müssen verhindern, dass junge Leute überhaupt erst in den Sog extremistischer Szenen geraten. Daher ist es wichtig, dass unsere Jugendlichen bereits frühzeitig über den Rechtsextremismus und seine Gefahren aufgeklärt werden. Dazu leistet die Ausstellung einen wichtigen Beitrag.“ Die Eröffnungsveranstaltung wurde musikalisch durch ein Ensemble der Big Band des Wittelsbacher-Gymnasiums München begleitet.

Die Ausstellung ‚Die braune Falle‘ wurde vom Bundesamt für Verfassungsschutz geschaffen. Sie stellt anhand der fiktiven Geschichte des Aussteigers Mario S. die typische ‚Karriere‘ eines Rechtsextremisten dar. Die realistische Darstellung führt die verschiedenen Ausprägungen des Rechtsextremismus und die damit verbundenen Gefahren deutlich vor Augen. „Dabei wird vor allem offenkundig, dass der Einstieg in die Szene meist sehr harmlos beginnt. Befindet man sich aber erst mal im ‚braunen Sumpf‘, fällt es sehr schwer, sich wieder zu befreien“, so Gerhard Eck. Und wohin politischer Extremismus schlimmstenfalls führen könne, habe die Mordserie der rechtsextremistischen Terrorgruppe ‚Nationalsozialistischer Untergrund‘ (NSU) grausam vor Augen geführt.

Der Ständige Vertreter des Vizepräsidenten des Bundesamtes für Verfassungsschutz, Thomas Haldenwang, unterstrich, dass Rechtsextremisten provokativ ihre fremdenfeindliche und rassistische Weltanschauung verbreiten wollen: „Auch deshalb unterstützt das BfV seit Langem mit dieser Wanderausstellung die gesellschaftlichen Abwehrkräfte gegen rechtsextremistisches Gedankengut. Eine Demokratie braucht das Engagement der Bürger. Sie braucht informierte Bürger, die in der Lage sind, sich argumentativ mit Extremismus und Gewalt auseinanderzusetzen.“

Dr. Burkhard Körner, Präsident des Bayerischen Landesamtes für Verfassungsschutz, betonte, dass „dass das Landesamt künftig seine Präventionsarbeit noch stärken wolle, um bereits das Entstehen eines rechtsextremistischen Nährbodens zu verhindern“.

Die Ausstellung ‚Die braune Falle‘ ist von Donnerstag, den 27. Juni bis Freitag, den 5. Juli 2013 im Odeon des Innenministeriums zu sehen. Sie wird von Vertretern des Bundesamtes für Verfassungsschutz und Mitarbeitern der Bayerischen Informationsstelle gegen Extremismus (BIGE) betreut. Sie gehen vor allem auf regionale Details fachkundig ein und stehen für Fragen jederzeit zur Verfügung. Insbesondere Schulklassen können sich hier im Rahmen von Führungen über den Rechtsextremismus und seine Gefahren informieren.