LKA stellt Jahresbericht zur Betäubungsmittelkriminalität vor

27. Juni 2013 | Themenbereich: Kriminalität, Sachsen-Anhalt | Drucken

LKA Direktor Jürgen Schmökel hat am gestrigen Mittwoch den Jahresbericht zur Betäubungsmittelkriminalität vorgestellt. Illegale Betäubungsmittel und die damit einhergehende Kriminalität stellten auch im Jahr 2012 einen Aufgabenschwerpunkt für die Polizei in Sachsen-Anhalt dar. Insbesondere synthetische Drogen wie Crystal drängen verstärkt in das Land und finden immer mehr Abnehmer.

Jürgen Schmökel: „Bereits im vorigen Jahr habe ich vor den Gefahren und der zunehmenden Verbreitung von synthetischen Drogen gewarnt. Anhand der aktuellen Zahlen, insbesondere mit Blick auf die Droge Crystal, hat sich diese Prognose bedauerlicherweise bestätigt. Wir hatten im Land eine Verdoppelung der Erstkonsumenten von Crystal sowie eine Verdreifachung der sichergestellten Menge zu verzeichnen.“

Gegenüber dem Jahr 2011 war im Berichtsjahr 2012 ein leichter Anstieg der Deliktszahlen um 3,6 Prozent zu verzeichnen (2011: 5.718 Delikte, 2012: 5.925 Delikte), wobei der Anteil der Rauschgiftdelikte an der Gesamtkriminalität 3,1 Prozent betrug. Ebenfalls im direkten Vergleich der Jahre 2011 und 2012 hat sich der Anteil der Amphetamindelikte weiter erhöht und liegt jetzt mit 41,4 Prozent nur noch knapp hinter den Cannabisdelikten (41,8 Prozent).

Jürgen Schmökel: „Sollte sich dieser Trend weiter fortsetzen, werden im Jahr 2013 erstmals Amphetamine die in Sachsen-Anhalt am meisten konsumierten Drogen sein.“

Die territorialen Schwerpunkte der Rauschgiftkriminalität lagen in folgenden Landkreisen und kreisfreien Städten: Burgenlandkreis (687 Fälle), Halle/Saale (567 Fälle), Magdeburg (468 Fälle), Saalekreis (459 Fälle), Salzlandkreis (416 Fälle), Landkreis Harz (415 Fälle).

Nach wie vor wird die Rauschgiftkriminalität von erwachsenen Tatverdächtigen bestimmt – etwa drei Viertel der 2012 ermittelten Tatverdächtigen waren älter als 21 Jahre. Im Jahr 2012 wurden insgesamt sieben Rauschgifttote registriert. Dies entspricht einem leichten Rückgang nach neun Rauschgifttoten im Jahr 2011.

 

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