Kripo-Gewerkschaft trägt Ergebnis zur Übernahme des Tarifergebnisses für die Beamten

24. Juni 2013 | Themenbereich: Brandenburg, Bund Deutscher Kriminalbeamter, Interessenvertretungen | Drucken

Bei den heute in Potsdam stattgefunden Gesprächen zwischen Innenminister Dr. Dietmar Woidke und Finanzminister Dr. Helmuth Markov seitens der Landesregierung und den Gewerkschaften, so auch dem Bund Deutscher Kriminalbeamter (BDK), auf der anderen Seite konnte keine 1:1-Übernahme des Tarifergebnisses auf die Beamten erreicht werden. Unterm Strich wird die Besoldung der Beamten im Land zum 1. Juli 2013 um 2,65% und zum 1. Juli 2014 um 2,0% erhöht. Somit fällt dies Ergebnis um 0,95% schlechter aus als für die Tarifbeschäftigen im Land, welche auch jeweils zum 1. Januar mit einer Erhöhung rechnen dürfen.

Der BDK trägt dieses Ergebnis als Kompromiss mit. Vor allem vor dem Hintergrund, dass die Landesregierung mehr für Qualitätssicherung und Nachwuchsgewinnung tun möchte. So hat Innenminister Dr. Woidke mitgeteilt, dass für die Jahre 2013 und 2014 insgesamt 130 Polizeibeamte im Land mehr eingestellt werden. Der BDK begrüsst dies als Schritt in die richtige Richtung. Hier müsse aber noch mehr getan werden, so Riccardo Nemitz (39) BDK-Landesvorsitzender heute in Potsdam. Genau an dieser Stelle müssen noch „ordentlich Kohlen nachgelegt werden“ – er bekräftigte zugleich die Forderung des BDK nach einer speziellen Ausbildung für den Kripo-Nachwuchs. Denn seit der politischen Wende 1990 werden im Land Brandenburg keine Kriminalisten mehr ausgebildet. Qualitativ gute Ermittlungsarbeit kann nur mit qualitativ gut ausgebildeten Kriminalisten erfolgen. „Alles andere führe zu nicht hinnehmbaren Defiziten bei der Verbrechensbekämpfung“, so Nemitz weiter. Mehrkosten würden mit einer spezialisierten Ausbildung für die Landesregierung nicht entstehen.

Für die Landesbeamten soll es ab diesem Jahr auch wieder eine Sonderzahlung, ein Weihnachtsgeld geben. Dies wird verteilt auf 12 Monate gezahlt – pro Monat 21 Euro. Weiterhin wurde eine einheitliche Urlaubsregelung vereinbart. Künftig wird es für alle Landesbeamten einheitlich 30 Tage Erholungsurlaub geben.

 

 

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