Vielfältiger Einsatz von Geoinformationssystemen, auch bei Verkehrssicherheitsarbeit

14. Juni 2013 | Themenbereich: Bayern, Verkehr | Drucken

Das Bayerische Straßeninformationssystem BAYSIS – die zentrale Informationsplattform für das überörtliche Straßennetz im Freistaat Bayern – zählt zu den umfangreichsten Geoinformationssystemen in Deutschland. „Geoinformationen sind inzwischen in fast allen gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Bereichen von herausragender Bedeutung. Deshalb ist die Weiterentwicklung von Geoinformationssystemen wie BAYSIS dringend erforderlich. Aktuell haben uns die Hochwasserereignisse der letzten Tage deutlich gezeigt, welchen Nutzen wir aus Informationen von Geoinformationssystemen ziehen können. So lieferte uns der Hochwassernachrichtendienst eine wichtige Entscheidungsgrundlage für die Betroffenen und Helfer. Kommende Entwicklungen konnten besser eingeschätzt und Handlungsdirektiven daraus abgeleitet werden. Außerdem standen der Öffentlichkeit immer aktuelle Informationen über unterbrochene Straßenabschnitte zur Verfügung“, so Innenminister Joachim Herrmann, Schirmherr des BAYSISforums 2013 in seiner Eröffnungsrede.

Als konkretes Einsatzgebiet für die Geodateninfrastruktur nannte Herrmann die Straßenverkehrssicherheit. Bayern will im Rahmen des Verkehrssicherheitsprogramms ‚Bayern mobil – Sicher ans Ziel‘ bis 2020 die Zahl der Getöteten im Straßenverkehr um 30 Prozent auf unter 550 senken. Die zur Erreichung dieses Ziels vorgesehenen Maßnahmen sollen stärker als bisher auf die verschiedenen Verkehrsteilnehmer und besonders gefährdete Gruppen, wie Kinder und Senioren, zugeschnitten werden. Außerdem sollen die unterschiedlichen Unfallursachen und die saisonalen Entwicklungen in Zukunft stärker berücksichtigt werden. „Um dies zu erreichen, binden wir alle Akteure der Verkehrssicherheit, also Behörden, Polizei, Kommunen, Landesverkehrswacht, Interessenverbände und Fahrzeughersteller, aber auch die Verkehrsteilnehmer selbst mehr ein und vernetzen sie miteinander. Denn sie sollen sicher an ihr Ziel kommen!“, so Herrmann. Um ein derart umfangreiches Programm zu konzipieren und auszuarbeiten, sei man heute mehr denn je auf einen umfassenden Zugriff auf Unfalldaten, Straßeninformationen und Handlungskonzepte angewiesen. Hier leisten vor allem die Geodaten einen entscheidenden Beitrag.

Herrmann wies auch darauf hin, dass bei der Nutzung von Geodaten sicherheitsrechtliche Aspekte zu berücksichtigen seien. Herrmann: „Wir müssen die Gefahren im Cyberspace ernst nehmen und versuchen, die Risiken zu reduzieren und den Missbrauch von Daten einzudämmen. Unser Ziel ist es, ein hohes Sicherheitsniveau für Bayerns Bürger und Unternehmen zu schaffen und die kritischen Infrastrukturen und die Handlungsfähigkeit des Staates zu schützen. Deshalb schaffen wir beim Landesamt für Verfassungsschutz das ‚Cyber-Allianz-Zentrum Bayern‘ als Ansprechpartner für die Wirtschaft und die Betreiber kritischer Infrastrukturen.“

Im Rahmen des BAYSISforums am 13. und 14. Juni 2013 im Markenschaufenster am Lenbachplatz in München diskutieren Führungskräfte, Entscheider und Fachleute aus Straßenbau und Verkehrswesen über künftige Einsatzmöglichkeiten von Werkzeugen der Geodateninfrastruktur. Ein Schwerpunkt dabei liegt auf aktuellen technischen Weiterentwicklungen und der Erschließung neuer Anwendungsbereiche.

 

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