„Webinar“ gegen Cybermobbing

12. Juni 2013 | Themenbereich: Innere Sicherheit, Mecklenburg-Vorp. | Drucken

Die Unterstützung von Projekten gegen Cybermobbing zählt auch weiterhin zu den Schwerpunkten der Arbeit des Landesrates für Kriminalitätsvorbeugung. Darauf verwies heute Innenminister Lorenz Caffier anlässlich eines heute am Neustrelitzer Gymnasium „Carolinum“ präsentierten neuen Projektangebotes unter dem Titel „Webinar“ gegen Cybermobbing.

„Der Großteil der Jugendlichen benutzt heute täglich PC und Smartphones zur Informationsgewinnung und Kommunikation“, so der Minister. „Dabei werden jedoch noch zu oft die Risiken verkannt, die zum Beispiel durch die unbedachte Nutzung oder den Missbrauch von sozialen Netzwerken bestehen. Die Gefahr, dadurch zu Opfern oder Tätern zu werden, wird leider noch immer zu stark unterschätzt.“

Nach aktuellen Studien ist in Deutschland bereits etwa jeder fünfte Schüler schon einmal Opfer von Mobbing im Internet geworden. Am stärksten betroffen sind davon Jugendliche zwischen 14 und 17 Jahren.

Nach Auffassung von Innenminister Caffier, der auch Vorsitzender des Landesrates für Kriminalitätsvorbeugung ist, könne und müsse darauf mit noch wirksameren Präventionsangeboten reagiert werden.

Das von der Rostocker Rechtsanwältin Gesa Stückmann entwickelte neue Angebot eines „Webinars“ zum Thema Cybermobbing werde dem gerecht. Gesa Stückmann, die für ihr seit 2009 angebotenes Vorläuferprojekt „Recht und Unrecht im Internet“ bereits 2011 mit dem Landespräventionspreis ausgezeichnet wurde, bietet ihre sehr erfolgreichen Vorträge nunmehr in neuem Gewand per Internet an. Somit können sogar zeitgleich mehrere Schulklassen an verschiedenen Orten an den Veranstaltungen teilnehmen. „Das Projekt wird dadurch nicht nur moderner und für Schüler interessanter, sondern auch deutlich effektiver“, so Caffier. In diesem Zusammenhang würdigte er noch einmal das große Engagement und den Ideenreichtum der Projektentwicklerin und ihrer Partner, wie der Schulleitung und der Techniker Krankenkasse. Zugleich rief er die Schulen des Landes auf, die Angebote zu nutzen. Informationen und Anmeldemöglichkeiten dazu findet man unter www.law4school.de.

Der Landesrat für Kriminalitätsvorbeugung fördert das Projekt „Webinar“ in diesem Jahr mit 2.300 EUR.

Für das Vorgängerprojekt „Recht und Unrecht im Internet“ wurden in den vergangenen Jahren insgesamt ca. 60.000 EUR zur Verfügung gestellt. Profitiert haben davon mehrere hundert Schulklassen in ganz Mecklenburg-Vorpommern.

Für die Unterstützung von Präventionsprojekten stellt das Ministerium für Inneres und Sport über den Landesrat für Kriminalitätsvorbeugung in diesem Jahr insgesamt 326.300 EUR zur Verfügung. Dadurch werden landesweit bislang 73 Projekte gefördert.

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