Monat der Prävention startet

11. Juni 2013 | Themenbereich: Hessen, Prävention | Drucken

Innenminister Boris Rhein hat heute den Monat der Prävention gestartet. Hessen hat sich in den letzten Jahren zu einem der sichersten Bundesländer entwickelt. Unsere Aufklärungsquote liegt mit 58,8% auf einem historischen Höchststand. Die Zahl der registrierten Straftaten ging 2012 nochmals deutlich unter 400.000 zurück. Hessen ist damit also noch sicherer geworden.

„Grundlage für diesen Erfolg ist ein übergeordnetes Sicherheitskonzept in dem sich die tragenden Säulen von Prävention und Repression sinnvoll ergänzen. Es ist immer besser, eine Straftat zu verhindern, als deren Folgen mit hohem Aufwand wieder beseitigen zu müssen. Deshalb legen wir besonderen Wert auf die Prävention. Beispielsweise mit Aktionen wie dem Monat der Prävention“, erklärte Innenminister Boris Rhein.

Das Land Hessen hat den Präventionsbereich in der Polizei seit 2008 mit insgesamt 133 Polizistinnen und Polizisten verstärkt. Das heißt konkret: In allen Polizeipräsidien, im Hessischen Landeskriminalamt und auch im Innenministerium sind Organisationsbereiche eingerichtet, die sich ausschließlich mit polizeilicher Präventionsarbeit beschäftigen. Mit der organisatorischen Bündelung der Präventionsmaßnahmen berücksichtigt der Minister den Grundsatz „Prävention aus einer Hand“ und hebt den besonderen Stellenwert von Prävention und Opferschutz hervor.

Während des Monats der Prävention, der bis zu den Sommerferien geht, hat die Polizei in ganz Hessen folgende verschiedene Schwerpunktthemen für die Prävention gesetzt:

Präventionsmaßnahmen zur Bekämpfung des Wohnungseinbruchsdiebstahls. Hessen ist eines der wenigen Bundesländer, die 2012 die Zahl der Einbrüche um 304 Fälle auf 10.570 Fälle senken und gleichzeitig die Aufklärungsquote gegen den Bundestrend steigern konnten.

„Die hessische Polizei hat jeden fünften Wohnungseinbruch aufgeklärt. Das ist eine hervorragende Leistung, dennoch wäre es mir lieber, wenn jede Wohnung so gut gesichert wäre, dass jeder Einzelne dem Einbrecher einen Riegel vorschieben würde. Deshalb bieten die Polizeipräsidien jetzt vor den Sommerferien zahlreiche Beratungsangebote und Vorträge zum Einbruchsschutz an. Ziel ist es, die Menschen bereits vor den Sommerferien für das Thema zu sensibilisieren. Noch ist genügend Zeit für jeden, seine Wohnung entsprechend zu sichern“ erklärte Innenminister Boris Rhein.

Die Polizei steht mit ihren Beraterteams bereit und gibt Hinweise, wie jeder einzelne die Sicherheit seiner Wohnung weiter steigern kann. Polizistinnen und Polizisten sind in den nächsten Wochen aber auch in den betroffenen Wohngebieten unterwegs und weisen die Menschen direkt auf von Außen ersichtliche Mängel hin, die Einbrecher förmlich einladen könnten.

Weitere Schwerpunkte bilden die Themen sichere Innenstadt und Sicherheit im ÖPNV.

„Wir erhöhen jetzt in den Sommermonaten die Polizeipräsenz in den Innenstädten. Die Polizei kann Sicherheit und Ordnung jedoch nicht alleine gewährleisten. Sie braucht Partner. Das sind vor allem die Bürgerinnen und Bürger selbst, aber auch die Kommunen, Gewerbetreibende und andere Akteure – sie alle können mithelfen Tatgelegenheiten beispielsweise für Autoknacker oder Taschendiebe zu reduzieren“, so Innenminister Boris Rhein.

Deshalb sensibilisieren in den nächsten Wochen Polizistinnen und Polizisten die Bürger in den Innenstädten und geben Verhaltenstipps, beispielsweise um Taschendiebstahl zu verhindern. Oder die Tatgelegenheiten für Autoknacker zu reduzieren. Hier haben die Hessinnen und Hessen ihr Verhalten im letzten Jahr schon positiv verändert – insgesamt ging die Zahl der Diebstähle aus PKW 2012 um fast 16% auf etwas über 14.000 Fälle zurück, was nicht zuletzt auch ein Erfolg der Präventionsarbeit in diesem Bereich ist.

Einen weiteren Präventionsschwerpunkt bildet der Straßenverkehr. „Die Gefahren im Straßenverkehr betreffen fast alle Menschen in unserem Land, doch das damit verbundene persönliche Risiko schätzen die meisten oft gar nicht als so hoch ein. Bei allen langfristig gesehenen positiven Entwicklungen der letzten Jahre dürfen wir nicht vergessen, dass Straßenverkehrsunfälle großes persönliches Leid und volkswirtschaftlichen Schaden anrichtet. Daher richtet die hessische Polizei ihre Verkehrssicherheitsmaßnahmen auf eine nachhaltige Senkung der bei Verkehrsunfällen getöteten oder verletzten Menschen aus“ erklärte Innenminister Boris Rhein.

Im vergangenen Jahr starben 279 Verkehrsteilnehmer auf hessischen Straßen. Bei den Präventionsmaßnahmen steht vor allem die Landstraße im Fokus, hier ereigneten sich die Mehrzahl der Unfälle mit Schwerverletzten und Getöteten. Die Polizei führt deshalb in den nächsten Wochen vermehr Geschwindigkeitskontrollen an Unfallschwerpunkten durch und kündigte diese, genau wie alle anderen Präventionsmaßnahmen vorher auf www.polizei.hessen.de an. Zudem gibt es in der nächsten Zeit auch vermehrt Kontrollen von Motorrädern.

Ein letzter Schwerpunkt der Präventionsarbeit in den nächsten Wochen sind die Seniorinnen und Senioren.

„Der demographische Wandel wirkt sich bereits jetzt auf den Straßenverkehr und die Kriminalitätsentwicklungen aus und verstärkt sich absehbar noch weiter. Daher richten sich unsere polizeilichen Präventionsmaßnahmen insbesondere auch an die Zielgruppe der über 65jährigen. Wir kooperieren in diesem Themenfeld mit einer Vielzahl von Partnern. Beispielsweise möchte ich an dieser Stelle das Projekt ‚Sicherheitsberater für Senioren‘ nennen. Hier bildet die Polizei Multiplikatoren aus, welche über die Gefahren des Trickbetruges aufklären und Möglichkeiten des Schutzes aufzeigen“, erklärte der Innenminister abschließend.

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