Potenzielle Plünderer dingfest machen

10. Juni 2013 | Themenbereich: Gewerkschaft der Polizei, Interessenvertretungen | Drucken

Trotz erster Anzeichen der Entspannung im Süden sieht die Gewerkschaft der Polizei (GdP) angesichts der noch immer kritischen Lage in weiten Teilen der Hochwassergebiete alle Helfer, darunter Tausende Polizistinnen und Polizisten, weiterhin stark gefordert. Neben der Absicherung der Arbeiten an gefährdeten Deichabschnitten stelle die Evakuierung zehntausender Bewohner entlang der Flutwelle die polizeilichen Einsatzkräfte vor große Herausforderungen, sagte der GdP-Bundesvorsitzende Oliver Malchow nach Gesprächen mit in Dresden eingesetzten Kolleginnen und Kollegen. Malchow: „In dieser äußerst angespannten Situation sind Behutsamkeit und Fingerspitzengefühl gefragt, wenn die Einsatzkräfte die von den Wassermassen bedrohten Einwohner auffordern, freiwillig ihre Wohnungen und Häuser zeitweilig aufzugeben. Das kann die Polizei, ist aber sehr anstrengend.“

Viele Betroffene weigerten sich indes, ihre eigenen vier Wände im Stich zu lassen, da sie aus den Erfahrungen der Vergangenheit befürchten, Opfer von Katastrophen-Kriminellen zu werden. Der GdP-Bundesvorsitzende versicherte jedoch, dass die Vor-Ort-Kräfte der Polizei in bereits überfluteten Gebieten und in den menschenleeren Dörfern wie Städten rund um die Uhr im Einsatz seien – ob mit dem Schlauchboot, zu Fuß oder mit dem Streifenwagen –, um potenzielle Plünderer abzuschrecken oder dingfest zu machen.

Malchow: „Wenn das Wasser dann weg ist und die Menschen ihre Möbel und Teppiche zum Trocknen nach draußen bringen, schlägt die Stunde der Abzocker. Die Menschen können der Polizei aber vertrauen, dass ihr Hab und Gut mit allen zur Verfügung stehenden Möglichkeiten vor skrupellosen Kriminellen geschützt wird.“

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