Neue Löschwasserfördersysteme

10. Juni 2013 | Themenbereich: Bayern, Feuerwehr - Katastrophenschutz | Drucken

Das bayerische Innenministerium beschafft derzeit in drei Stufen insgesamt acht bis neun Löschwasserfördersysteme, die bei geeigneten Feuerwehren stationiert werden. Ziel ist, dass in jedem Regierungsbezirk mindestens ein derartiges System vorgehalten wird. Innenminister Joachim Herrmann hat heute in Nürnberg eines dieser Löschwasserfördersysteme, das rund 400.000 Euro kostet, vorgestellt und war beeindruckt: „Mit diesen Hochleistungspumpen können bei Großbränden oder bei Katastrophen wie zum Beispiel dem aktuellen Hochwasser riesige Wassermengen bis 8.000 Liter pro Minute, das sind 480 Kubikmeter in der Stunde, über eine lange Wegstrecke gefördert werden.“

Die ersten Löschwasserfördersysteme wurden im September 2012 in Auftrag gegeben. In der vergangenen Woche wurden die ersten beiden Systeme an den Standorten Nürnberg und Rosenheim abgenommen und die Ausbilder für die Bedienmannschaften beim Hersteller in den Niederlanden umfassend eingewiesen. Herrmann: „Die Löschwasserfördersysteme sind ab Sonntag einsatzbereit und können schon in der kommenden Woche gute Dienste im Hochwassergebiet leisten, wenn sie den Einsatzleitungen im Katastrophengebiet Niederbayern zur Verfügung gestellt werden“.

Weitere drei Löschwasserfördersysteme werden wie vorgesehen in den nächsten Tagen in Auftrag gegeben. Die Standorte stehen bereits fest, nämlich die Feuerwehren in Passau, Regensburg und Schweinfurt.

Der Aufbau und Ausbau zur Unterbringung der Beladung sowie der Betrieb der technischen Einrichtungen ist so gestaltet, dass ein schneller Einsatz möglich ist.

 

Einige Merkmale des Wasserfördersystems

Die Abrollbehälter sind in geschlossener Bauform hergestellt und bestehen aus folgenden wesentlichen Einheiten:

Grundrahmen für maximale Behälter-Außenlänge von 6,90 m

Pumpeneinheit (von einem Dieselmotor angetriebenen hydraulischen

Antriebseinheit und einer 120 kg schweren Schwimmpumpe mit Hydraulikmotor) in separaten Container zum Absetzen an einer bis zu 55 m von der Antriebseinheit entfernten Wasserentnahmestelle. Sie ist für einen störungsfreien Betrieb zwischen – 20 Grad Celsius und + 40 Grad Celsius ausgelegt.

 

Die Förderstromraten der Pumpe betragen:

– 2.000 l/min (120 m3/h) bei 13 bar Förderdruck

– 3.500 l/min(210 m3/h) bei 10 bar Förderdruck

– 4.000 l/min (240 m3/h) bei 8 bar Förderdruck

– 8.000 l/min (480 m3/h) bei 2 bar Förderdruck.

Schlauchbehälter mit 1.800 m F-Druckschläuchen (Innendurchmesser 150 mm) in Buchten gelagert.

Schlaucheinziehvorrichtung, die mit einer dieselmotorangetriebenen Hydraulikpumpe betrieben wird. Sie ist in der Lage, 1.000 m gekuppelte F-Druckschläuche in rund 30 Minuten aufzunehmen. Zur Bedienung sind nur drei Personen nötig.

 

 

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