Hochwasser in Deutschland

10. Juni 2013 | Themenbereich: Bevölkerungsschutz | Drucken

Die Lage an der Donau in Deutschland entspannt sich generell weiter. An der Elbe, insbesondere in Sachsen-Anhalt, ist die Hochwasserlage nach wie vor kritisch. Zahlreiche Deiche sind durchweicht, einige sind gebrochen. Evakuierungen sind angeordnet oder in Vorbereitung. Der Schwerpunkt liegt hierbei im Großraum Magdeburg und verlagert sich weiter Elbabwärts. In Niedersachsen, Schleswig-Holstein und Mecklenburg-Vorpommern ist man auf das schlimmste gefasst.

Seit dem 30. Mai unterstützen rund 110.000 Kräfte des Technischen Hilfswerks, der Bundespolizei und der Bundeswehr die Kommunen und Länder bei der Bewältigung der Hochwasserlage. Die heutige Einsatzkräftezahl beträgt 20.000 Kräfte des Bundes (darunter ca 7.100 THW-Kräfte, ca. 12.400 Soldaten und Soldatinnen der Bundeswehr und ca. 500 Kräfte der Bundespolizei). Der Schwerpunkt dieser Kräfte liegt weiterhin in der Unterstützung in den Bereichen der Behebung von Wasserschäden, der Deichsicherungsmaßnahmen, beim Lufttransport, bei polizeilichen Absperr- und Raumschutzmaßnahmen sowie der Sicherstellung der Strom- und Trinkwasserversorgung. Der Bund koordiniert weiterhin die Hilfeersuchen der betroffenen Länder, verteilt Ressourcen und stellt Satellitenbilder sowie Luftbildaufnahmen zur Verfügung.

Am heutigen Tage wird bereits zum 5. Mal der Staatssekretärs-Ausschuss tagen. Dieser koordiniert seit dem 03. Juni 2013 die Hilfeleistung des Bundes in den von dem Hochwasser betroffenen Ländern. An der 4. Sitzung nahmen neben dem BMI das Bundeskanzleramt, die Bundesministerien der Verteidigung, der Finanzen, der Justiz, für Wirtschaft und Technologie, für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz, für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung, für Arbeit und Soziales sowie Umwelt teil.

Bereits am Sonntag besuchte der Bundespräsident Gauck einen Gottesdienst in Halle, um am Nachmittag in Meißen unter anderem mit Einsatzkräften des THW zu sprechen. Er lobte die Leistung aller Einsatzkräfte und insbesondere der Koordinierungsstäbe. „“Der Einsatz in Sachsen ist sehr gut koordiniert““, sagte der Bundespräsident.

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