Landesregierung beschließt Gesetz für den Jugendarrest

7. Juni 2013 | Themenbereich: Schleswig-Holstein, Strafvollzug | Drucken

Die Landesregierung hat den von Justizministerin Anke Spoorendonk vorgelegten Entwurf eines Jugendarrestvollzugsgesetzes beschlossen. Das Gesetz, das dem Landtag zugeleitet wurde, soll am 1. Januar 2014 in Kraft treten. „“Uns kommt es darauf an, Impulse für möglichst nachhaltige Veränderungen in der Lebenswirklichkeit der jungen Menschen zu setzen““, erklärte Spoorendonk. „“Die Zeit im Jugendarrest ist sehr begrenzt. Die Arbeit im Jugendarrest ist daher eine Art Durchgangsmanagement, bei der die Vernetzung mit Jugendämtern, Jugendhilfeträgern und anderen Behörden und Einrichtungen, die bereits mit den Jugendlichen arbeiteten oder ihnen zukünftig helfen könnten, wichtig ist. Unser Gesetzentwurf ist modern und pädagogisch ausgerichtet. Er normiert nicht nur die Praxis in der Jugendarrestanstalt Moltsfelde, sondern hat auch bereits zu einer Weiterentwicklung der Arrestpraxis geführt““, so Spoorendonk weiter.

Jedes Jahr verbringen zwischen 700 und 1000 junge Menschen eine Zeit in der Jugendarrestanstalt Moltsfelde. Jugendliche oder junge Erwachsene bis 21 Jahren müssen für bis zu vier Wochen in den Jugendarrest, wenn sie von einem Jugendgericht hierzu verurteilt werden oder wenn sie eine gerichtliche Weisung oder Auflage, wie die Erbringung von Arbeitsleistungen oder die Teilnahme an einem Sozialen Trainingskurs, nicht erfüllen und das Gericht deswegen einen sogenannten Ungehorsamsarrest anordnet.

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