Flutkatastrophe: Kein Ende in Sicht

7. Juni 2013 | Themenbereich: Feuerwehr - Katastrophenschutz | Drucken

Aktuell kämpfen mehr als 3.500 THW-Kräfte gegen die Fluten an, Tendenz steigend. Eine wichtige Aufgabe ist dabei der Transport und Verbau von Sandsäcken zum Schutz gegen die Wassermassen. Allein gestern und heute transportierten die THW-Kräfte mehr als eine halbe Millionen Sandsäcke in die Schadensgebiete, mehrere Millionen wurden bereits verbaut.

„Die Herausforderungen, die das Hochwasser an uns stellt, werden nicht weniger. Nur die Regionen, in denen das THW gebraucht wird, verlagern sich“, sagte THW-Vizepräsident Gerd Friedsam heute in Halle. Während in Bayern inzwischen die Aufräumarbeiten beginnen, arbeiten die THW-Kräfte im Osten Bayerns noch gegen die Fluten an. Allein aus dem Landesverband Sachsen, Thüringen sind momentan mehr als 700 Einsatzkräfte aus 60 Ortsverbänden an rund 30 Einsatzstellen gefragt. Insbesondere an der Elbe spitzt sich die Lage zu. In Torgau mussten die THW-Kräfte daher einen Deich erhöhen, in Lüneburg und Lüchow-Dannenberg haben sie ebenfalls mit Deichsicherungsarbeiten begonnen. Ab dem Abend leuchten außerdem Helferinnen und Helfer der THW-Fachgruppen Beleuchtung die Einsatzstellen aus.

Das Hochwasser überschwemmt jedoch nicht nur Straßen und flutet Gebäude, sondern gefährdet auch die Trinkwasserversorgung. Um diese sicherzustellen, reinigten THW-Kräfte in Chemnitz ein Trinkwasserbecken. Bei Bedarf ist das THW außerdem in der Lage, mit leistungsfähigen Trinkwasseraufbereitungsanlagen (TWA) die Versorgung mit Trinkwasser zu überbrücken. Eine TWA UF-15 beispielsweise kann am Tag 20.000 Menschen mit Trinkwasser versorgen.

Die Bandbreite der Hilfeleistungen des THW bei Hochwasser ist groß: Die freiwilligen Kräfte sind einsatzbereit wenn es gilt, Deiche zu sichern, Hochwasserstege und -schutzwände zu bauen, Verkehrswege frei zu räumen und die Einsatzstellen zu beleuchten. Darüber hinaus kann das THW die Notversorgung von Strom und Trinkwasser stellen. Ausgestattet mit Hochleistungspumpen entfernen die Helferinnen und Helfer nach der Flut Wasser und Schlamm von Straßen, aus Kanälen und Kellern. Deutschlandweit stehen rund 40.000 aktive THW-Kräfte in 668 Ortsverbänden bereit.

 

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