GdP kritisiert Bericht des Landesrechnungshofes

6. Juni 2013 | Themenbereich: Gewerkschaft der Polizei, Interessenvertretungen, Niedersachsen | Drucken

Die Gewerkschaft der Polizei (GdP) Niedersachsen kritisiert den vom Landesrechnungshof (LRH) empfohlenen weiteren Personalabbau bei der Polizeihubschrauberstaffel des Landes. In seinem Bericht schlägt der LRH vor, noch weitere drei Vollzeitstellen zu streichen, nachdem zuletzt bereits sieben Stellen gestrichen worden waren.

„Ein weiterer Personalabbau ist schlicht nicht möglich. Wer jetzt weiter kürzt, der riskiert, dass Niedersachsen nicht mehr in der Lage ist, seine Aufgaben durch die Hubschrauberstaffel für die Sicherheit der Bürger im Land eigenständig und rund um die Uhr zu gewährleisten“, kommentiert der GdP-Landesvorsitzende Dietmar Schilff die Vorschläge des LRH. Auch Kooperationen mit Hubschrauberstaffeln anderer Länder oder des Bundes seien nur teilweise zielführend, weil diese nur genutzt würden, wenn sie in ihren eigenen Bereichen keine Einsätze hätten.

In der zuständigen Zentralen Polizeidirektion Niedersachsen (ZPD) wird derzeit die Anschaffung neuer Polizeihubschrauber vorbereitet, was ebenfalls bedacht werden müsse, sagt der GdP-Bezirksvorsitzende in der ZPD, Frank Jürges. „Schon wieder Personal abzubauen, wäre kein professionelles Vorgehen. Denn erst wenn die neuen Hubschrauber in Betrieb genommen wurden, lässt sich tatsächlich der vollständige Personalbedarf ermitteln“, sagt er. Auf grundsätzlich veränderte Anforderungen für die Planung des Personaleinsatzes habe die ZPD aber bereits reagiert und den Schichtdienst zu Beginn des Jahres bedarfsorientiert und flexibel ausgerichtet, ergänzt Jürges.

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