Hochwasserlage in Brandenburg verschärft sich

5. Juni 2013 | Themenbereich: Bevölkerungsschutz, Brandenburg | Drucken

Die Hochwasserlage in Brandenburg hat sich in der Nacht zum Mittwoch weiter verschärft. Bei Arnsnesta (Landkreis Elbe-Elster) an der Grenze zu Sachsen-Anhalt brach ein Deich der Schwarzen Elster auf 20 Metern, wie das Koordinierungszentrum Krisenmanagement in Potsdam mitteilte. Menschen sind nach Angaben der örtlichen Behörden nicht in Gefahr. Einsatzkräfte der Feuerwehr Herzberg bemühen sich um eine Stabilisierung der Lage. Außerdem wurden Hubschrauber zur Unterstützung angefordert, da die Bruchstelle schwer zugänglich ist. Bei Bad Liebenwerda wurde ein Deich überflutet. Für die gesamte Schwarze Elster im Landkreis Elbe-Elster gilt seit gestern Abend die höchste Hochwasseralarmstufe 4.

Innenminister Dietmar Woidke wird heute den Landkreis Elbe-Elster besuchen und sich persönlich ein Bild von der Lage machen. Er besucht auch die anderen Hochwassergebiete im Süden des Landes. Am Mittwochvormittag tagt zudem die Katastrophenschutzleitung des Landes, um sich mit der Gesamtsituation zu befassen.

Weiter verschärft hat sich auch die Lage an der Elbe bei Mühlberg. Für die Elbe im Bereich des Landkreises Elbe-Elster wurde die Hochwasseralarmstufe 4 ausgerufen. In der Prignitz gilt für die Elbe die Alarmstufe 2. Ebenfalls die Alarmstufe 4 gilt für die Spree zwischen der Landesgrenze zu Sachsen bis Spremberg.

Die Landkreise werden zur Gefahrenabwehr mit Material aus dem Landeskatastrophenschutzlager in Beeskow unterstützt. Bislang wurden dort von den Landkreisen 800.000 Sandsäcke und 60 Big Pags für die Verlastung von Sandsäcken per Hubschrauber sowie weiteres Material angefordert und zugesagt.

Die Einsatzkräfte in den vom Hochwasser betroffenen Landkreisen werden durch Brandschutzeinheiten aus anderen Teilen des Landes unterstützt. Eine Brandschutzeinheit aus dem Landkreis Oder-Spree, die bislang in Sachsen eingesetzt war, kehrte am Vormittag zurück. Derzeit befinden sich noch 74 Helfer des Technischen Hilfswerks (THW) aus Brandenburg zum Hochwassereinsatz in Sachsen.

 

 

 

 

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