Herrmann informiert sich über Hochwasserlage im Landkreis Deggendorf

4. Juni 2013 | Themenbereich: Bayern, Bevölkerungsschutz | Drucken

Bayerns Innenminister Joachim Herrmann hat sich heute Vormittag im Bereich der Donau von Kelheim bis Deggendorf einen Überblick über die Hochwasserlage verschafft und sich insbesondere über die angespannte Situation im Landkreis Deggendorf informiert. Auch der Landkreis Deggendorf hatte am 3. Juni 2013 wegen Hochwasser an der Donau den Katastrophenfall festgestellt. Der Donauscheitel wird am 4. Juni gegen Mitternacht Kelheim und am 5. Juni gegen 4.00 Uhr Deggendorf erreichen. Am Pegel in Deggendorf werden bis zu 8,44 Meter prognostiziert, dies wäre dort der höchste jemals gemessene Wasserstand. Für diese Wasserstände sind Deichabschnitte zwischen Straubing und Deggendorf nicht ausgelegt, eine Überströmung ist nach fachlicher Beurteilung der Wasserwirtschaft möglich.

Die großflächige Evakuierung von rund 6.000 Personen in stark gefährdeten Ortschaften im Überschwemmungsbereich der Donau läuft bereits. Betroffen sind nach derzeitigem Stand Mettenufer, Natternberg-Siedlung, Fischerdorf, Altholz, Scheuer, Niederalteich, Gundelau, Thundorf, Kuglstadt, Aicha und die Mühlhamer Schleife. Für die Evakuierung werden in der Stadt Bogen 200 Fahrzeuge des Bayerischen Roten Kreuzes bereitgehalten.

Innenminister Joachim Herrmann sagte bei seinem Ortstermin in Deggendorf: „Der Einsatz der ehrenamtlichen Helfer ist hochprofessionell, auch die Bürgerinnen und Bürger in den betroffenen Gebieten verhalten sich sehr kooperativ.“ Um die Deiche zu schützen, wurden fast 700.000 Sandsäcke aus ganz Bayern an die Donau gebracht. Herrmann: „An diesem Brennpunkt kämpfen neben 1.800 Einsatzkräften der Feuerwehr und über 500 Helfern der Freiwilligen Hilfsorganisationen, insbesondere des Bayerischen Roten Kreuzes sowie des Technischen Hilfswerks, auch 400 Soldaten der Bundeswehr gegen die Fluten.“ Herrmann lobte die Retter und Helfer, die zum Teil seit mehreren Tagen im Einsatz sind: „Es ist fast schon übermenschlich, was Sie hier leisten. Das geht schon an die Grenzen.“

 

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